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Rommerskirchen: Rommerskirchener räumen auf

Rommerskirchen : Rommerskirchener räumen auf

Bei der 13. Auflage der Aktion "Fit für den Frühlung" räumten rund 1000 Rommerskirchener ihre Gemeinde auf. Positiv war auch, dass seit der vergangenen Aktion keine neuen, wilden Müllkippen entstanden sind.

Derart großer Resonanz hat sich der Frühjahrsputz der Gemeinde noch nie erfreut: Fast 1000 ehrenamtliche Helfer waren bei der 13. Auflage der Aktion "Fit für den Frühling" ausgeschwärmt, um wieder einmal anderer Leute Müll einzusammeln. Was Bürgermeister Albert Glöckner besonders beeindruckt hat, war "eine ganze Hundertschaft" des Frixheimer Kindergartens "Pusteblume", die sich unter anderem auch in Richtung Bahndamm in Marsch gesetzt hatte. Der ist die "wildeste Müllkippe" der Gemeinde, was auch wenige Kilometer weiter die Widdeshovener "Putzkolonne" bestätigen konnte.

Spektakuläre Funde gab es diesmal nach Auskunft von Hans Beckers, dem Geschäftsführer der Widdeshovener Schützen, zwar nicht, ein paar Autoreifen waren diesmal der auffälligste Unrat. Willi Feil vom Förderverein Vanikum monierte ein lockeres Holzgeländer auf der von Rommerskirchen nach Vanikum führenden Brücke. Deren Umfeld war auch ansonsten die ergiebigste Fundstelle für die Mitglieder des Förder-, wie des Schützenvereins, in deren Regie die Aktion dort läuft.

Um den Bahnhof kümmerte sich wie immer die Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs um Ingo Nehring: Gut 150 leere Piccolo-Flaschen konnten die Radler beim Großreinemachen bergen, während einige hundert Meter weiter im Eckumer Bürgerpark Windeln der skurrilste Fund waren. Auf Tour gegangen war natürlich auch der Bauhof der Gemeinde, der immerhin ein Kanalrohr bergen konnte. Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert vermutet, dass insgesamt beim Frühjahrsputz "nicht mehr als im vergangenen Jahr" gesammelt wurde — genaue Zahlen gibt es erst zu Wochenbeginn.

Der Trend einer besseren Beteiligung beschränkt sich Reimert zufolge nicht auf einzelne Ortschaften: "Es sind überall mehr geworden", sagt der Tiefbauamtsleiter.

Im "Grenzgebiet" zu Dormagen unterwegs waren die Reiter sowohl vom Neu Höveler Hof als auch die vom Ansteler Ziegelhof. Immerhin "einen Hänger voll" konnten sie laut Günter Klomfass zur Müllsammlung beisteuern.

"Neben den Appellen an die Vernunft oder Einsicht" geht es Albert Glöckner zufolge bei der Aktion nicht zuletzt um die "psychologische Wirkung". Hauptziel sei es, "das Problembewusstsein in unserer Bevölkerung, insbesondere bei unseren Kindern und Jugendlichen zu wecken", betont der Bürgermeister. Es werde weniger Müll unrechtmäßig entsorgt.

(NGZ)