Rommerskirchener Pläne: Neue Mobilstation am Bahnhof wird 2022 fertig

Pläne für Rommerskirchen : Neue „Mobilstation“ am Bahnhof soll Anfang 2022 fertig sein

Am Bahnhof plant die Gemeinde Rommerskirchen eine multifunktionale „Mobilstation“ mit Taxizentrale, Fahrradstation, Café, Kiosk, öffentlicher Toilette sowie Büro- und Praxisräumen.

(cw-) In der Ratssitzung stellte der beauftragte Kölner Architekt Volker Spies den Ratsmitgliedern das Projekt, das sich in der Vorplanungsphase befindet, in einem einstündigen Vortrag vor. Mit dem Bau der Mobilstation soll im Herbst 2020 begonnen werden. „Bereits im Frühsommer werden die Baracken aus der alten Stationsbetriebszeit abgerissen“, erklärte Bürgermeister Martin Mertens. Der Fahrradverleih und das Taxiunternehmen werden vorübergehend in Bahnhofsnähe untergebracht, bis sie dann nach der Fertigstellung, mit der die Gemeinde Anfang 2022 rechnet, dort einziehen können.

Auf ihrem jetzigen Gelände wird ein neues, modernes Gebäude entstehen, das das Entree in den Ort deutlich aufwerten wird. Bei der Planung wurde viel Wert auf Lichtdurchlässigkeit gelegt. Darüber hinaus wird der Platz eine deutliche Aufenthaltsqualität erhalten.

Der vorgestellte Entwurf stieß im Rat auf viel Zustimmung quer durch alle Fraktionen. Insbesondere die auf Klimaschutzaspekte abzielende Planung von begrünten Dächern und einer Photovoltaikanlage fand breiten Anklang.

Bürgermeister Martin Mertens betonte: „Ziel der Gemeinde ist es, den ÖPNV insgesamt aufzuwerten und attraktiver zu machen.“ Das Rathaus arbeite mit allen möglichen Akteuren daran, dort eine deutliche Verbesserung herbeizuführen. „Die neue Mobilstation ist ein wichtiger Baustein dabei. Ich freue mich, dass das von der SPD-Ratsfraktion eingebrachte Projekt jetzt Wirklichkeit wird“, so Mertens. Die Gemeinde versteht Mobilität als eine wichtige Herausforderung, auf die sie mit der Ernennung eines Mobilitätsbeauftragten bereits reagiert hat.

Zur Mobilität der Zukunft hat der Städte- und Gemeindebund NRW festgestellt: „Beunruhigende Erkenntnisse über den Klimawandel, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie die aktuell hohe Innovationsdynamik bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos, fordern eine neue grundlegende Diskussion zum Mobilitätsverhalten.“ Es müssten Lösungen gefunden werden gegen Dauerstaus auf Autobahnen, Leistungsengpässen beim ÖPNV und das limitierte Raumangebot für Fuß- und Radverkehr.

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