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Rommerskirchener Helfer: Dank an Rettungssanitäter in der Corona-Krise

Rommerskirchener Helfer : Dank an Rettungssanitäter in der Corona-Krise

Aber auch Feuerwehrleute, Krankenhauspersonal, Kassierer und Tafel-Ehrenamtliche erfahren eine neue Solidarität.

Es gab sie auch vor der Corona-Pandemie: Die Menschen, die sich bei ihren Mitmenschen für ihren Einsatz bedankten. Nun gerade in der Corona-Krise ist das Augenmerk größerer Gruppen auf alle diejenigen gerichtet, die für die Allgemeinheit da sind und das Alltagsleben weiterlaufen lassen: Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Hilfskräfte, Ärzte, Krankenhauspersonal, Pflegeheim-Fachleute, Kassierer, Verwaltungsmitarbeiter und Tafel-Ehrenamtliche, um nur einige zu nennen. Da hilft ein Lächeln ebenso wie ein geäußertes Dankeschön, um Wertschätzung auszudrücken.

Am Wochenende gab es eine besonders schöne Überraschung für Rettungssanitäter in Rommerskirchen: Eine Frau brachte Multivitamin-Getränke und Süßigkeiten zur Rettungswache nach Butzheim. Dafür bedankten sich die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes auf Facebook: „Ein großes Dankeschön an die Spenderin für die sowohl süße als auch gesunde Wertschätzung, respektive Unterstützung. Vitamine und Glukose sind unentbehrliche Bestandteile des Rettungsdienstes in diesen Tagen“, so lautete der öffentliche Dank auf dem Facebook-Profil der Rettungswache.

Diese Anerkennung und der Respekt, der durch diese Geschenke ausgedrückt werden, tun den Rettungskräften um Leiter Marcel Offermann gut, die mit Filmaufnahmen und einem Video zu „Respekt“ genau für diese Haltung der Gesellschaft geworben hatten. Denn es gab und gibt weiterhin einige Unverbesserliche, die drängeln, im Weg stehen, gaffen oder die Feuerwehrleute und Sanitäter bei ihren Rettungseinsätzen behindern, sie beschimpfen und gar tätlich angreifen. Auch der Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss hatte noch zu Karneval die Akton „Jeck mit Respekt“ ins Leben gerufen. Auch in der Corona-Krise bittet der Verband gemeinsam mit anderen Hilfsverbänden um Mithilfe der Bevölkerung: „Wir bleiben für Dich da! Bleib Du für uns zu Hause!“ Denn durch Kontaktvermeidung der Menschen wird die Pandemie verlangsamt, was das Infektionsrisiko verringert und so die Einsatzbereitschaft aller Retter im Rhein-Kreis Neuss sicherstellt. 

„Die Maßnahmen scheinen zu greifen, trotzdem ist es extrem wichtig, sich weiter an das Kontaktverbot zu halten und nur in Ausnahmefällen das Haus zu verlassen“, sagte Bürgermeister Martin Mertens. Natürlich seien auch am Osterwochenende Spaziergänge erlaubt, aber, so Mertens: „Bitte halten Sie den nötigen Abstand von 1,5, besser 2 Metern ein.“ Er sei sehr froh, dass sich die Mehrheit der Rommerskirchener an das Kontaktverbot halte. „Die Ärzte und Pfleger leisten Großartiges. Durch unvorsichtiges Handeln würden wir diejenigen belasten, die so viel für uns tun“, betonte der Bürgermeister, der sich bei allen Helfern, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen in Rommerskirchen bedankt, die den Alltag weiterhin so reibungslos ermöglichen.

Auch am Osterwochenende wird das Rommerskirchener Ordnungsamt kontinuierlich die Einhaltung der Regelungen in der Corona-Krise überwachen. Mertens, der selbst auf einer Fahrradstreifemit unterwegs war, berichtet von überwiegend positiven Beobachtungen. Er hofft auf anhaltenden Kontaktverzicht der Bevölkerung: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das jetzt fällt, aber wenn wir baldmöglichst eine Besserung der Situation haben wollen, ist das alternativlos."