Rommerskirchen- Wolfgang Kuck wird 70

Kölner Diözesanbundesmeister aus Rommerskirchen : Wolfgang Kuck wird an Pfingsten 70 Jahre alt

Der oberste Repräsentant von fast 50.000 Schützen leistet seit über 42 Jahren Vorstandsarbeit. Seit 1993 hat ihn das Brauchtum völlig vereinnahmt.

Das Schützenwesen war Wolfgang Kuck, der aqm Sonntag 70 Jahre alt wird, und seiner Frau Carola durchaus fremd, als die gebürtigen Trierer 1975 frisch nach Deelen gezogen waren. Der erste verbürgte Kontakt mit dem in der Region führenden Brauchtum war die Teilnahme am Klompenball des Oekovener Schützenfests, der aber noch nicht zu einer ersten Infektion mit dem „Schützen-Bazillus“ führte. Nachdem ihn Toni Haas, Ortschronist und Schriftführer der St. Sebastianus-Bruderschaft fragte, ob er denn schon Mitglied sei, musste Kuck zunächst verneinen, was indes nicht mehr lange so blieb: 1976 trat er ihr bei und bereits im Januar 1977 wurde Kuck Haas’ Stellvertreter im Vorstand. Seither war er im Schützenwesen nicht mehr „funktionslos“:

Bis das Schützenwesen ihn jedoch total vereinnahmte, wie er selbst einmal sagte, dauerte es noch bis 1993. Er und seine Frau waren damals Oekovener Königspaar und amtierten ein Jahr später als Nettesheimer Bezirkskönigspaar. 1994 wurde er zum Nettesheimer Bezirksbundesmeister gewählt, Anfang 1995 auch zum Brudermeister der St. Sebastianus-Schützen seines Heimatorts. Seit März 2010 ist Wolfgang Kuck Bundesmeister des Diözesanverbands Köln. Als solcher ist er oberster Repräsentant von 40.000 aktiven Schützen und etwa 10.000 Jungschützen, die sich in 320 Bruderschaften und 31 Bezirksverbänden organisieren. „Von Wuppertal bis in die Eifel“ reicht sein Wirkungskreis, wie Kuck sagt, der jährlich gut 120 Termine wahrnimmt.

Wolfgang Kuck und sein Korschenbroicher Kollege Horst Thoren. Foto: CKG

Stets an seiner Seite ist seine Frau Carola, mit der er seit 1972 verheiratet ist. Carola Kuck-Goergen ist Fahrbereitschaft und Pressestelle des hochrangigen Schützen in Personalunion. „Ohne Frauen würden die Bruderschaften alle in die Knie gehen“, sind die beiden überzeugt, was sich auch in ihrer aufgeschlossenen Haltung zu Frauen als aktiven Schützinnen widerspiegelt. Kuck, der mit (fast) allen Auszeichnungen des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewürdigt wurde, sieht es als einen der Höhepunkte seiner Laufbahn an, dass ihn vor 15 Jahren Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers, als Ritter in den Orden des Heiligen Sebastian in Europa aufnahm.

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