Rommerskirchen Wohnungsbaugesellschaft

Machbarkeitsstudie in Rommerskirchen ist fast fertig: Wohnungsbaugesellschaft im Herbst möglich

Am 12.Juli soll im Rommerskirchener Gemeinderat die Machbarkeitsstudie präsentiert werden. Danach könnte es recht schnell gehen.

Die Gründung einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft unter maßgeblicher Beteiligung Rommerskirchen rückt näher. Nach Auskunft von Rechtsamtsleiter Gregor Küpper steht die Ende 2017 vom Rat beim Verband der Wohnungswirtschaft in Auftrage gegebene Machbarkeitsstudie „unmittelbar vor dem Abschluss“. Sie kann daher aller Voraussicht nach in der letzten Sitzung des Rats vor der Sommerpause am 12. Juli vorgestellt werden.

„Ich will nichts vorweg nehmen, aber schlecht ist das Ergebnis nicht“, sagt Küpper. Die Gründung der von der Gemeinde angestrebten Gesellschaft, zu der auch Bedburg und Kerpen gehören sollen, könnte bereits im Herbst erfolgen. Erste Bauprojekte könnten unmittelbar danach erfolgen, skizziert der Chefjurist des Rathauses einen aus seiner Sicht durchaus realistischen Zeitrahmen. Erst gestern erhielt Küpper einen Anruf aus Kerpen, wonach die Stadt im Rhein-Erft-Kreis nun gleichfalls bereit sei, Zahlen, Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen, um an der Machbarkeitsstudie mitzuwirken. Ziel einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft ist es nach den Worten von Bürgermeister Martin Mertens, „bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

  • Rommerskirchen : Rückenwind für bezahlbaren Wohnraum

Dabei soll einerseits vermieden werden, dass Mietraum in der Gemeinde nur zu Höchstpreisen entsteht. Andererseits „muss bezahlbarer und geförderter Wohnraum stadtplanerisch sorgfältig bemessen und verträglich geschaffen werden“, sagt Gregor Küpper. Die Gesellschaft in spe, zunächst finanziert durch Mittel der NRW-Bank, soll Planung, Bau und Vermietung der Wohnungen selbst oder durch beauftragte Unternehmen vornehmen. Indem die Wohnungsbaugesellschaft „wirtschaftlich die volle Kontrolle über die Wohnungen hat, kann sie entscheidenden Einfluss auf die Miethöhe und die Mieterstruktur nehmen“, betont Gregor Küpper. Wobei eine künftige Gesellschaft nicht das einzige Mittel sein muss, dessen sich die Gemeinde bedienen wolle, wie Küpper und Mertens deutlich machen. Lasse sich das Ziel bezahlbaren Wohnraums auch mit privaten Investoren erreichen, werde die Gemeinde flexibel sein, stellt der Bürgermeister in Aussicht. Gregor Küpper zufolge ist die Umsetzung der genannten Ziele ohnehin „nur durch ein Maßnahmenbündel möglich“.

Flächen für „bezahlbaren Wohnraum“ hat die Gemeinde denn auch bereits ins Auge gefasst, beziehungsweise schon gesichert. An der Bergheimer Straße in Gill wäre ein geeignetes Areal, aber auch an der Nelly-Sachs-Straße käme ein Grundstück in Frage. In Frixheim gilt dies für die Gohrer Straße (B477). Weiter käme in Ueckinghoven eine Fläche in Frage sowie eine in Deelen-Mitte. Gerade im Planungsverfahren ist das Areal der ehemaligen Gärtnerei Olligs in Widdeshoven, wo neben der Möglichkeit zum Interkulturellen Gärtnern auch neue Wohnhäuser entstehen sollen. Denkbar sind dabei beispielsweise Doppelhaushälften mit jeweils zwei Wohneinheiten.