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Rommerskirchen will Schnellfahrer ausbremsen

Verkehr in Rommerskirchen : Schwellen und Barrieren gegen Raser werden errichtet

In Gill und Rommerskirchen sind verkehrsberuhigende Maßnahmen in Tempo-30-Bereichen geplant – genaue Termine offen. Viele Anwohner kritisieren die Missachtung von Tempo-30-Begrenzungen.

Mit Sorge beobachten Polizei und Anwohner, dass in einigen Straßen Rommerskirchens die Tempo-30-Regelungen von zahlreichen Verkehrsteilnehmern ignoriert werden. Das war auch Thema des letzten Ortsteilgespräches in Rommerskirchen gewesen, wo einige Bürger auf die Missstände hingewiesen hatten. Da die Beschilderung offenbar nicht ausreicht, will die Gemeinde nun weitere Maßnahmen ergreifen, die zur Senkung der gefahrenen Geschwindigkeiten beitragen. Gehandelt werden soll in Gill und in Rommerskirchen selbst.

Gill In der Tempo-30-Zone auf der Giller Straße haben Geschwindigkeitsmessungen viele Verstöße zutage gefördert. Möglicherweise wird zu schnell gefahren, weil die Fahrbahn für eine Tempo-30-Zone relativ breit ist. Auch ist die Giller Straße nicht durchgängig und nur an einer Seite bebaut. Im Verkehrsausschuss war die Rede von zum Teil „massiven Überschreitungen“ des Tempolimits. Das ist auch der Polizei ein Dorn im Auge, die der Gemeinde im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft geraten hat, den Abschnitt zwischen dem Gillbach und dem Anschluss an die B 477 (Bergheimer Straße) verkehrlich zu beruhigen. Die Politik ist dem dazu von der Verwaltung erarbeiteten Vorschlag einstimmig gefolgt: Auf Höhe Hausnummer 66 soll die Fahrbahn mit Baumscheiben verengt und aufgepflastert werden. Die Fachleute versprechen sich davon, dass diese Maßnahme als optische und bauliche Bremse wirken wird. Rund 10.000 Euro müssen für die Umsetzung veranschlagt werden. Ein externes Unternehmen sei beauftragt, derzeit aber ausgelastet, teilte Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimer mit. Deshalb gebe es noch keinen Termin. Ob auch in Pfarrer-Kemper- und Pfarrer-Aumüller-Straße bauliche Veränderungen in Angriff genommen werden, will die Gemeinde von Geschwindigkeitsmessungen dort abhängig machen.

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Rommerskirchen Hier geht es um die Beethovenstraße. Als direkte Verbindung zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und dem Nettesheimer Weg führt sie direkt auf die Gillbachgrundschule zu und wird deshalb von Autofahrern gerne als Abkürzung genutzt. Das führt, als unerwünschter Nebeneffekt, auch zu einem für einen verkehrsberuhigten Bereich recht hohen Aufkommen von Fahrzeugen. Die eigentlich vorgesehene Zufahrt zur Schule führt über Käthe-Kollwitz-Straße, Bürgermeisterallee und Nettesheimer Weg. Damit mehr Verkehrsteilnehmer diese Strecke nutzen, soll die Beethovenstraße für den Durchgangsverkehr unattraktiver werden. Die Politiker im Verkehrsausschuss haben beschlossen, an zwei oder drei Stellen der Straße Bodenschwellen einbauen zu lassen. Laut Rudolf Reimert wird die Gemeinde diese Arbeiten mit eigenen Kräften erledigen. „Die Elemente sind bestellt“, sagte Reimert.

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