Rommerskirchen will 2019 Workshop für Graffiti-Sprayer

Antrag der UWG: Künftige Graffiti-Künstler werden dringend gesucht

2019 soll es einen Workshop geben, der Jugendlichen und jungen Erwachsenen die „basics“ der Graffitikunst vermittelt.

Über die Möglichkeiten für Graffiti-Fans, sich im Gemeindegebiet legal zu betätigen, wird schon seit Jahren diskutiert. Bei der ersten Jugendkonferenz der Gemeinde im März 2017 stand es zuletzt auf der Tagesordnung.

Dass es gleichwohl bislang noch keine durchgreifenden Fortschritte gibt, liegt nicht an einer prinzipiellen Abneigung von Rat und Verwaltung, sondern eher am nie auch nur halbwegs dauerhaften Interesse einer Zielgruppe, deren Angehörige zudem des öfteren wechseln. „Bislang war es nicht möglich, eine konstante Gruppe von Jugendlichen zu formieren, die es zu ihrem Thema gemacht hätte“, sagt Rathaussprecher Elmar Gasten. Dies hatte sich auch schon im Gefolge der genannten Jugendkonferenz gezeigt: Die damals gestarteten Aktion, bei der Stromkästen besprüht werden konnten und durften, erfreute sich einer nur geringen Resonanz.

Der Schulausschuss beschloss jetzt auf Antrag der UWG gleichwohl, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem Kreisjugendamt und den in der Gemeinde aktiven Jugendeinrichtungen ein Konzept für die Organisation und Finanzierung von Graffiti-Workshops erstellen möge. Das Kreisjugendamt war in den vergangenen Jahren, unter anderem auf dem „Sparkassen“-Spielplatz in Frixheim, mit solchen Workshops präsent. „Auch dann werden sie sich natürlich noch nicht mit den Graffiti-Meistern etwa der Stadt Köln vergleichen können“, sagte Gasten. Wie die UWG-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger in ihrem Antrag deutlich macht, soll es darum gehen, „dass Jugendliche und junge Erwachsene die Technik erlernen und Entwürfe für die Gestaltung entwickeln können, um in einem anschließenden Projekt ihre Ideen umzusetzen.“

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Nachdem es zuletzt mit den Stromkästen nicht recht geklappt hatte, brachte Monika Lange, Leiterin des Amts für Schule, Kinder und Jugend, jetzt die Möglichkeit ins Gespräch, mit einem Mülleimer zu beginnen, der 2019 im Bereich der Schutzhütte an der Skateranlage am Gorchheimer Weg aufgestellt werden soll.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich der Bahnhof. Dort war 2015 die Treppe zur Unterführung gerade fertiggestellt, als sie auch schon mit Graffiti versehen wurde. Mangels einer ausdrücklichen Genehmigung war dies eine strafbare Sachbeschädigung, die die Gemeinde auch angezeigt hatte – ohne, dass es gelungen wäre, bis dato den oder die Täter ausfindig zu machen. Auch hier geschah dies nicht aus grundsätzlicher Abneigung gegenüber Sprayern, sondern schlicht daran, dass die Umgestaltung de Bahnhofs damals noch nicht abgeschlossen war und keine Genehmigung vorlag. Kai Rossmann, Bahnmanager der DB in Köln, hatte schon damals prinzipiell sein Einverständnis zu Graffiti erklärt.

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