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Rommerskirchen: Vage Hoffnung auf Fahrtag im September

Museumsverein vor dem Ruin : Vage Hoffnung auf September-Fahrtag

Läuft alles gut, könnte es am 2. September vielleicht einen Fahrtag im Feldbahnmuseum Oekoven geben. Eine dauerhafte Lösung der Brandschutzprobleme steht allerdings noch aus.

Hinter den Kulissen tut sich offenbar einiges, doch ein Durchbruch für die Weiterexistenz des Feldbahnmuseums Oekoven scheint derzeit noch nicht in Sicht. „Der Kreis ist mit allen Beteiligten im Gespräch, um eine langfristige Lösung für den Erhalt des Feldbahnmuseums zu finden“, sagt Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs.

Vor vier Monaten hatte der Kreis das Feldbahnmuseum wegen Mängeln beim Brandschutz dicht gemacht. Die für dessen Finanzierung unentbehrlichen Fahrtage jeweils am Montag sind seither ersatzlos ausgefallen. Benjamin Josephs zufolge geht es darum, einen sicheren Brandschutz zu gewährleisten. Einen kleinen Silberstreif am Horizont gibt es für einen etwaigen Fahrtag am Freitag, 2. September. Josephs zufolge wollen alle Beteiligten versuchen, den Betrieb an diesem Tag unter entsprechenden Auflagen zu ermöglichen.

Dennoch: „Für einen Fahrtag im September ist noch nicht alles final“, dämpft Josephs allzu hohe Erwartungen. Noch deutlich zurückhaltender zeigt sich der Kreissprecher, was die überaus populären und besonders publikumsträchtigen Nikolausfahrten während der Adventszeit angeht. „Hier sind wir noch im Gespräch“, so Josephs. Hier müssten noch „umfangreichere brandschutzrechtliche Voraussetzungen“ erfüllt werden als für die regulären Fahrtage. Der Kreissprecher zeigt sich verhalten optimistisch, ohne ins Detail zu gehen: „Wir bleiben weiter im Dialog und sind auf einem guten Weg.“

Ute Mandelartz, die Frau von Museumschef Marcus Mandelartz, würde natürlich einen Fahrtag im September begrüßen, „doch wir haben noch nichts Schriftliches“, sagt sie. Seinem Hausmeister Yohannes Belay musste der Museumsverein kündigen. Belay, koptischer Christ aus Eritrea und gelernter Kfz-Mechaniker, arbeitete seit Herbst 2015 für das Feldbahnmuseum.

Soweit es den reinen Fahrbetrieb angeht, gehört die problemlose Zufahrt der Feuerwehr zum Gelände, insbesondere zum Löschteich, zu den zu erfüllenden Bedingungen. Ein so genannter Druckplattenmessversuch mit dem Ziel, hierfür den Beweis zu erbringen, ist bereits erfolgt und wird derzeit ausgewertet. Ein Ergebnis sei ihr bisher nicht bekannt, sagt Ute Mandelartz. Bezahlt hat den Test die Gemeinde, wie Bürgermeister Martin Mertens bestätigt. Mertens hofft gleichfalls, „dass eine gangbare Lösung gefunden wird“, und kündigt an, diese gegebenenfalls mit technischen und finanziellen Mitteln der Gemeinde zu unterstützen.

Diese Unterstützung kann indes nur schwerlich die Dimension annehmen, die nötig wäre, um den Museumsverein unmittelbar in den Stand zu versetzen, alle Beanstandungen umgehend zu beseitigen. „Dem Museum wurden Brandschutzauflagen gemacht, die es aus eigenen finanziellen Mitteln so kurzfristig nicht erfüllen kann“, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Die Kosten für die Abarbeitung aller Auflagen beziffert der Museumsverein auf 60.000 bis 100.000 Euro. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet.