Rommerskirchen - UWG will neue Graffiti-Initiative

Rommerskirchen : UWG startet einen neuen Anlauf für legale Graffiti

Dies kündigte die Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger jetzt kurz nach dem Sommerfest der Wählergemeinschaft an.

Über legale Graffiti wird schon seit Jahren diskutiert. Der Rat sieht das Ganze prinzipiell positiv, wie er schon 2015 deutlich machte. Gegen Graffiti am Bahnhof gäbe es seitens der Deutschen Bahn zumindest keine prinzipiellen Einwände. Gleichwohl hapert es bis jetzt an der konkreten Umsetzung. Nachdem die UWG vor zwei Jahren im Bauausschuss mit einem Antrag gescheitert war, eine Wand der Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg für Sprayer freizugeben, beschloss der Schulausschuss – gleichfalls auf UWG-Initiative – vor einem Jahr, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem Kreisjugendamt und den in der Gemeinde tätigen Jugendeinrichtungen ein Konzept für die Organisation und Finanzierung von Graffiti-Workshops erstellen möge.

Ulrike Sprenger zufolge soll hier demnächst wieder mehr Zug in die Sache kommen, wobei sie hofft, dass sich auch genügend Jugendliche finden lassen, denen in einem solchen Workshop das ABC des Sprayens und möglichst noch etwas mehr vermittelt werden soll. Skeptisch ist die UWG-Fraktionschefin, dass sich hier noch dieses Jahr Grundlegendes tun wird, dennoch hält sie es für realistisch, dass bis Anfang 2020 Fortschritte erzielt werden können.

Zur Kommunalwahl 2020 will die 1994 gegründete und seither im Rat vertretene Wählergemeinschaft erneut antreten. „Wir suchen allerdings noch Leute, die bei uns mitmachen“, sagt Ulrike Sprenger. Wie für die Grünen ist es auch für die UWG eine mühsame, bislang jedoch stets lösbare Aufgabe gewesen, alle 16 Wahlbezirke zu besetzen.

Mit der Resonanz beim Sommerfest zeigt sich Ulrike Sprenger sehr zufrieden. Gut ein Dutzend Kinder wurden in der Mehrzweckhalle von Coach Ingo Hermbusche mit dem Inline-Skating vertraut gemacht, ansonsten wurde bei strahlendem Wetter draußen gefeiert.

(S.M.)
Mehr von RP ONLINE