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Rommerskirchen -Ulrike Sprenger und die Sahara

Seit 20 Jahren reist Ulrike Sprenger in die Sahara : Eine Leidenschaft für die Wüste

Für die Rommerskirchenerin Ulrike Sprenger ist die Sahara ein einziges „prähistorisches Museum“. Seit rund 20 Jahren reist sie immer wieder in die „Wüste der Wüsten“ – heute beginnt ihr nächster Trip. Für die NGZ schildert die 66-Jährige ihre Eindrücke

Von der Wüste fasziniert war Ulrike Sprenger schon immer. In Ägypten, Jordanien oder dem Jemen war sie zuvor schon gewesen, doch die Sahara hat die Heilpraktikerin und Kommunalpolitikerin erst ab der Jahrtausendwende so richtig für sich entdeckt. Seither ist sie regelmäßig in die „Wüste der Wüsten“ gereist.

Ab heute geht es mit einer Reisegruppe drei Wochen lang nach Mauretanien, das mit seinen Sanddünenfeldern  gleichsam den westlichen Rand der Sahara bildet. Von Marokko und Mauretanien im Westen über (quasi im Uhrzeigersinn) Algerien und Tunesien, Libyen und Ägypten, den Tschad, Niger und Mali reicht die Sahara, deren Ausdehnung von West nach Ost mehr als 5000 Kilometer beträgt und von Nord nach Süd etwa 2000. Was nicht jedem bekannt ist: Die Sahara ist größtenteils eine Stein- und Felswüste, der Anteil der Sandwüste macht nur 20 Prozent aus. Neun Millionen Quadratkilometer umfassend, ist sie mehr als 25-mal so groß wie Deutschland. Mit Ausnahme von Mali ist Ulrike Sprenger in all diesen Ländern schon (mehrmals) gewesen. Zudem kennt sie auch die iranische Wüste.

Der Herbst ist aus ihrer Sicht die schönste Reisezeit, sei dann in der Sahara noch „die Restwärme des Sommers“ anzutreffen, aber „noch nicht die bittere Kälte des Winters“. Die Sahara ist in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit für sie „ein riesiges prähistorisches Museum“.

Etwas ganz Besonderes sind die Nächte in der Sahara, in denen es bei Vollmond „so hell ist, dass man bequem Zeitung lesen kann“, wie sie sagt. Selbst in mondlosen Nächten währt die Dunkelheit oft nur wenige Minuten, ehe das Sternenmeer die Landschaft in ihr besonderes Licht taucht. Am eindrucksvollsten ist für sie die Sahara im Tschad, ein Land, das sie wegen seiner bunten Vielfalt und nicht zuletzt der Gastfreundschaft seiner Einwohner schätzt. So arm das Land auch sei, erstaunt hat sie, welcher Wert dem Schulbesuch beigemessen werde: Vor allem Mädchen seien dort fleißig, während Jungen oft den Eindruck erweckten, schon alles zu wissen. Sebastian Meurer