1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Rommerskirchen trauert um Adi Hermanns

Rommerskirchen : Rommerskirchen trauert um Adi Hermanns

Noch vor wenigen Wochen ist Adi Herrmanns mit seinem "Strühhütjes-Chor" im Gohrer Karneval aufgetreten. Sein überraschender Tod im Alter von 79 Jahren hat über die Pfarrgemeinde St. Peter hinaus Trauer ausgelöst:

Nicht nur in Rommerskirchen war Adi Herrmanns eine feste Größe, wenn es um Chormusik im Allgemeinen und Kirchenmusik im Besonderen ging, auch im Rhein-Kreis Neuss war er musikalisch tätig.

Seine berufliche Laufbahn als Küster begann der gebürtige Rommerskirchener 1959 in Neurath. Von 1961 bis 1998 war Adi Herrmanns — seinen "eigentlichen" Vornamen Adam verwandten nur wenige — als Küster, Organist und Chorleiter an St. Peter Rommerskirchen gleichsam "allzuständig" für alles Musikalische. Herrmanns, der 1953 in Bedburg-Buchholz sein erstes Dirigat übernommen hatte, leitete über Jahrzehnte hinweg die Männergesangvereine Rommerskirchen und Vanikum. Womit sein Elan noch lange nicht erschöpft war: Zu den "Herrmanns-Chören" — in Spitzenzeiten waren es bis zu acht gleichzeitig — gehörten unter anderem Sangesfreunde in Wevelinghoven und Neurath.

Auch den ehemaligen Kreischor hat der leidenschaftliche Musiker dirigiert. 2002 erfüllte Adi Herrmanns sich einen lang gehegten Wunsch: Eine von ihm geschriebene "Deutsche Sing-Messe" für einen vierstimmigen A-Cappella-Chor feierte Premiere. "Mit seinem Akkordeon hat der bekennende HSV-Fan auch bei vielen Festen in der Pfarrgemeinde und darüber hinaus für Freude gesorgt", würdigt Monsignore Franz Josef Freericks eine weitere Facette im Wirken des Verstorbenen.

Mit seiner Frau Käthe war Adi Herrmanns über 52 Jahre lang verheiratet. Der Vater zweier Töchter und eines Sohns war zwölffacher Großvater. Der Auferstehungsgottesdienst für Adi Herrmanns beginnt heute um 14 Uhr in St.Peter. Von dort aus wird er dann zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhof an der Kirchstraße geleitet.

(NGZ)