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Rommerskirchen: Tierheim Oekoven hofft auf Spenden

Corona in Rommerskirchen : Das Tierheim in Oekoven hofft auf Spenden

In Corona-Zeiten geht die finanzielle Hilfe zurück. Die Tiervermittlung läuft mit teils neuen Regeln weiter.

Flexibilität: Diese Fähigkeit ist bei den Mitarbeitern des Tierheims Oekoven in Zeiten der Corona-Krise wohl am meisten gefordert. Denn die vertrauten Abläufe lassen sich aktuell nicht mehr aufrecht erhalten, wie Tierheim-Chef Benjamin Pasternak auf Anfrage unserer Redaktion berichtet.

Punkt eins: Reguläre Öffnungszeiten sind vorerst ausgesetzt. Die Tiervermittlung war zwar nur gut zwei Wochen eingestellt, mittlerweile läuft sie wieder. Allerdings mit anderen Regeln. Wer sich für ein Tierheimtier interessiert, muss sich einen Termin (maximal zwei Leute) geben lassen. Sinnvoll ist es, wenn sich die Interessenten bereits zu Hause über die zu vermittelnde Tiere informieren (www.tierheim-oekoven.de).

Für Hunde wird mindestens ein Wiederholungstermin verlangt, damit sich der Vierbeiner und das neue Herrchen und Frauchen kennen lernen können. „Schließlich muss die Chemie stimmen“, betont Pasternak. In normalen Zeiten wird erwartet, dass potenzielle neue Halter ihr künftiges Familienmitglied drei-, vier- oder fünfmal im Heim besuchen, bevor die Tierschützer grünes Licht gaben – natürlich nur, wenn es aus ihrer Sicht auch passt. „Jetzt regeln wir das über Nachkontrollen. Wir suchen die neuen Halter mehrfach zu Hause auf und gucken, ob es im Umgang mit dem Hund klappt“, erläutert Pasternak. Darüber hinaus werden Probeverträge abgeschlossen, um sicher zu gehen, dass das Tier in gute Hände gelangt ist. Laufzeit: zwischen 14 Tagen und drei Monaten. Erst danach wird entschieden, ob der Hund beim neuen Halter bleiben kann.

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Punkt zwei: Das Gassigehen mit Ehrenamtlern ist gestrichen. Stattdessen müssen die Tierheim-Mitarbeiter so gut es geht einspringen; zum Teil bleiben die Spaziergänge auf das Tierheimgelände an der Neurather Straße beschränkt. Zwar arbeiten 13 Leute im Tierheim, aber längst nicht alle sind in Vollzeit. Und sie müssen sich selber schützen, u.a. mit Mundschutz. „Denn wenn wir das Heim wegen Erkrankung von Mitarbeitern schließen müssten, wäre das ein Desaster“, weiß Pasternak. Immerhin: Der Hundetrainer darf sich die Hunde aber selbständig aus dem Zwinger holen und mit ihnen trainieren.

Sorgen machen sich die Verantwortlichen in Oekoven um die Finanzen. Denn die Spenden sind laut Pasternak zurück gegangen. Zudem fallen Feste, Basare und ähnliche Einnahmebringer wegen Corona weg. Eine Futterhilfe in Höhe von 2000 Euro werde von der Politik zwar diskutiert, so Pasternak. Das aber wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Pasternak zeigt die Relationen auf: Pro Jahr würden im Oekovener Tierheim 50.000 Euro für Futter benötigt. Wer spenden möchte, kann sich unter 02183 7592 oder über www.tierheim-oekoven.de melden und informieren.

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