Rommerskirchen: Strammes Programm für das Dreigestirn in Anstel

Karneval: Strammes Programm fürs Dreigestirn

Dreimal elf Jahre alt werden die Ansteler Burgritter Anfang 2019. Mit dem jetzt proklamierten Dreigestirn sind sie bestens motiviert für eine lange Session.

Auf bis zu 30 Termine werde es das neue Dreigestirn sicher bringen, zeigte sich Jürgen Christen, langjähriger Geschäftsführer der Ansteler Burgritter, bei der Proklamation des neuen Dreigestirns überzeugt. Womit er deutlich zu niedrig gegriffen hat, wenn es nach Burgritter-Chef Jörg Sauer geht, der zum zweiten Mal an der Spitze des Ansteler Dreigestirns steht. „Wir haben ja allein an Weiberfastnacht schon zehn Termine“, meinte Prinz Jörg II. kurz vor der Proklamation.

Der Ansteler Oberjeck strebt angesichts der besonders langen Session die Marke von 70 Terminen für das Dreigestirn an. Der feierlustige und gleichermaßen hoch motivierte Bauer Bernhard Willkomm, der dieses Amt gleichfalls zum zweiten Mal inne hat und vier Mal Prinzenführer war, pflichtet Jörg Sauer rundum bei. Ein bislang karnevalistisch unbeschriebenes Blatt war der aus Langenfeld stammende Dirk Engels: Wer ihn als Jungfrau „Caroline“ zu Neil Diamonds Evergreen „Sweet Caroline“ über die Bühne fegen sah, dürfte keinen Zweifel hegen, dass er mit den kampferprobten Jecken Sauer und Willkomm mithalten wird. Reiner Zufall ist die stetig ansteigende Körpergröße des Trios: Jungfrau Caroline ist 1,72 Meter groß, Jörg Sauer 1,80 Meter und Bernhard Willkomm mit seinen 2,08 Meter dürfte vermutlich „der längste Bauer in NRW“ sein, wie der bisherige Prinz Ralph Konitzer meinte, der das Dreigestirn als Prinzenführer durch die Säle und Festzelte der Region geleiten wird. Helmut „Happy“ Dotten begrüßte in der Ansteler Schützenhalle zahlreiche Jecken, die sich vor dem 11.11. in die „fünfte Jahreszeit“ wollten. Die Karnevalisten aus Delhoven, Zons und Stürzelberg waren ebenso präsent wie die aus Dormagen, und auch aus den Niederlanden waren wieder zahlreiche närrisch gestimmte Gäste angereist. Für die Proklamation zuständig war Geschäftsführer Michael Willmann, der auch als Moderator durch den Abend in der rappelvollen Schützenhalle führte. Ihr tänzerisches Können konnten mehrfach die „Blue Devils“ demonstrieren. Die „hauseigene“ Tanzgruppe der Burgritter wird von Daniela Neuy und Leonie Engler trainiert. Auf die Lokalmatore „Fressköpp“ warteten die Zuschauer vergeblich. Krankheitsbedingt mussten diese absagen, wurden jedoch durch die Gohrer „Bergpiraten“ würdig vertreten.

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Zu einem Höhepunkt des Abends wurde anlässlich des drei mal elfjährigen Bestehen der Burgritter die Ehrung der bisherigen Tollitäten: Der Vorstand hatte alle noch lebenden Mitglieder der jeweiligen Dreigestirne eingeladen. Dienstälteste Jecken waren Heijo Küttelwesch und Mathias Hambloch, Prinz und Bauer der Session 1986/1987. Die einstigen Oberjecken wurden mit einem Orden geehrt. In die heiße Phase der Session werden die Burgritter am 6. Januar mit einem karnevalistischen Frühschoppen starten, um sich dann zwei Monate lang bis zum heimischen Rosenmontagszug am 4. März intensiv ins närrische Getümmel zu stürzen.

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