Rommerskirchen Das plant das Kulturzentrum Sinsteden für 2022

Sinsteden · In 2021 konnte in Sinsteden nicht viel stattfinden, ähnlich sieht es auch jetzt aus. Ein paar Veranstaltungen sind jedoch geplant.

 Kathrin Wappenschmitt, Leiterin des Kulturzentrums Sinsteden, vor Werken des weltbekannten Künstlers Ulrich Rückriem.

Kathrin Wappenschmitt, Leiterin des Kulturzentrums Sinsteden, vor Werken des weltbekannten Künstlers Ulrich Rückriem.

Foto: Saskia Karbowiak

Viele Unternehmen, Einrichtungen und Menschen waren in den vergangenen zwei Jahren stark von der Corona-Pandemie betroffen. Darunter fällt auch das Kulturzentrum in Sinsteden, wo im letzten Jahr einige Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Trotzdem hat das Kulturzentrum diese Zeit genutzt, um Sammlungsbestände im vergangenen Jahr aufzuarbeiten. „Wir wollten immer nach der Methode sammeln, bewahren und konservieren vorgehen“, sagt Kathrin Wappenschmitt, Leiterin des Kulturzentrums.

Sie selbst studierte Kunstgeschichte in Kiel und Paris. „Da wegen der Corona-Pandemie vieles nicht stattfinden konnte, haben wir die Zeit genutzt, um die Sammlungsbestände aufzuarbeiten und digitaler zu werden.“ Dennoch konnten im vergangenen Jahr auch einige Veranstaltungen stattfinden, darunter der literarische Sommer sowie diverse Ausstellungen. Konzerte, wie unter anderem die Sinstedener Klassik, mussten hingegen abgesagt werden. „Wir haben stattdessen den Fokus auf Wechsel- und Dauerausstellungen gelegt“, meint Wappenschmitt.

„Natürlich kamen nicht so viele Besucher wie vor der Corona-Pandemie, dennoch wurde das Angebot aber gut genutzt. Wahrscheinlich freuten sich die meisten Besucher, dass sie mal rauskamen und sich etwas anschauen konnten.“ Der Fokus des Kulturzentrums liegt im landwirtschaftlichen Bereich. Auch das dazugehörige Landschaftsmuseum wird gerne besucht. „Unser Ziel war und ist es, den landwirtschaftlichen Charakter beizubehalten, den wir unseren Besuchern vermitteln möchten.“

Viel geplant wurde für das Jahr 2022 bisher noch nicht. Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie sind der Hauptgrund dafür. „Leider kann man nie voraussagen, wie sich die Situation entwickeln oder in ein paar Monaten aussehen wird. Es kam schon vor, dass wir Sachen geplant und diese dann kurzfristig wieder absagen mussten. Deshalb wollen wir zunächst keine größeren Veranstaltungen planen.“ Ausstellungen und Lesungen sollen aber trotzdem stattfinden. „Das hat im vergangenen Jahr gut geklappt und wurde von den Besuchern gut angenommen. Ich bin sicher, dass es dieses Jahr genauso sein wird.“ Gerade Veranstaltungen in Innenräumen sind derzeit sehr kritisch. „Es ist schwer vorauszusagen, ob man im nächsten Sommer wieder Veranstaltungen in Innenräumen anbieten und machen darf. Wir wollen deshalb vorsichtig sein und nichts planen, was wir dann wieder absagen müssen.“ Geplante Ausstellungen für dieses Jahr sind unter anderem das Projekt „Danke Maus!“, das der Labormaus gewidmet ist. „Viele Labormäuse werden zum Beispiel medizinischen Projekten unterzogen. Sie verdienen es, dass man an sie denkt und sie nicht in Vergessenheit geraten.“ Die Besucher können sich 28 Bilder der Fotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch anschauen, auf denen die Labormäuse abgebildet sind. Das Ziel ist, auf das Schicksal der Labormäuse aufmerksam zu machen und ihnen eine Persönlichkeit und ein Gesicht zu geben.

Derzeit ist im Kulturzentrum eine Ausstellung des Künstlers Ulrich Rückriem zu sehen. Rückriem ist ausgebildeter Steinmetz und stellt Skulpturen her, welche gegenwärtig im Kulturzentrum besichtigt werden können. „Er hat sich in den 60er Jahren als Künstler selbstständig gemacht und arbeitet von Anfang an mit geometrischen Formen. Ihm ist es gelungen, etwas Eigenes und Besonderes herzustellen.“