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Rommerskirchen saniert Schulen in den Ferien

Bildung in Rommerskirchen : Gemeinde erledigt „Ferienjobs“ in Schulen

Die ferienbedingte Abwesenheit von Schülern und Lehrern wird zu Sanierungen genutzt. Auch die Digitalisierung an den drei Grundschulen soll weiter vorangetrieben werden.

 Vor der Gillbachschule steht ein großer Container. Er ist gut gefüllt mit Holzabfällen – Hinweis darauf, dass im Gebäude gerade Bauarbeiten stattfinden. Tatsächlich nutzt die Gemeinde auch in diesem Jahr die ferienbedingte Abwesenheit von Schülern und Lehrern, um ihre drei Grundschulen auf Vordermann bringen zu lassen. Sowohl an der Gillbachschule, als auch an der Gemeinschaftsgrundschule in Frixheim und an der Kastanienschule in Hoeningen wird gewerkelt.

Und: Die Gemeinde hat angekündigt, dass sie die Digitalisierung an den Schulen vorantreiben wird. Die Kastanienschule erhält für alle Klassenräume sogenannte Touchboards; dabei handelt es sich um Systeme zur digitalen Projektion, die zentral vorne im Klassenzimmer angebracht werden und die die herkömmliche Kreide-Schultafel ersetzen sollen. Die Touchboards in Hoeningen schlagen nach Angaben der Gemeinde mit Kosten in Höhe von circa 20.000 Euro zu Buche; Rommerskirchen erhält Fördermittel dafür aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

An der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim werden ebenfalls in allen Klassenräumen die Touchboards Einzug halten. Da die Schule größer ist als die in Honingen, fallen auch höhere Kosten an. Sie belaufen sich auf eine Summe in Höhe von ungefähr 45.000 Euro. Auch dafür kann die Gemeinde einen Fördertopf anzapfen, in diesem Fall gibt es Mittel aus dem Digitalpakt. „Coronabedingt hatte sich die Digitalisierung an unseren Schulen verzögert“, berichtete Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens im Gespräch mit unserer Zeitung. Da aufgrund von Homeoffice und diversen Umstellungen in Firmen die Nachfrage nach Digital-Materialien stark gestiegen war, seien diese zum Teil für die Gemeinde vorübergehend nicht erhältlich gewesen. Dieses Problem ist nun aber wohl gelöst. Laut Mertens kann die Gemeinde bei der Digitalisierung der Schulen aber nicht ausschließlich mit Fördermitteln arbeiten. „Wir müssen einen Eigenanteil leisten und uns natürlich auch um die technische Unterhaltung kümmern“, erläutert der Verwaltungschef.

Bei den baulichen Arbeiten an den drei Bildungsstätrten liegt der Schwerpunkt in diesem Sommer an der eingangs bereits erwähnten Gillbachschule. Hier wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen erledigt. Verschiedene Räume werden saniert, einschließlich Erneuerung des Bodenbelags, Akustikdecken werden ausgetauscht und Malerarbeiten ausgeführt. Zudem wird die Toilettenanlage für Lehrer und Besucher im Verwaltungstrakt komplett instandgesetzt (auch dafür fließen Mittel aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“). Die Gesamtkosten belaufen sich auf schätzungsweise 45.000 Euro, die Arbeiten werden wohl bis zum Ende der Sommerferien dauern.

Darüberhinaus wird die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Gillbachschule um einen Gruppenraum ausgebaut (Kosten etwa 5000 Euro), das Lehrerzimmer wird neu eingerichtet (circa 8000 Euro) und der Musikraum neu möbliert (rund 4000 Euro).In einem Klassenraum und im Musikraum stehen Maßnahmen zur besseren Akustik an. Die dafür notwendigen 13.000 Euro kommen laut Gemeindesprecherin Alina Gries aus der Inklusionspauschale aufgrund der Beschulung eines hörgeschädigten Kindes im Gemeinsamen Lernen.

Im Vergleich zur Gillbachschule sind die Arbeiten an den beiden anderen Rommerskirchener Schulstandorten in den Sommerferien überschaubar. An der Kastanienschule wird gemalert (Kosten: circa 5000 Euro), in Frixheim erfolgt die für die Digitalisierung notwendige Netzwerkverkabelung, die mit ungefähr 90.000 Euro zu Buche schlägt. Auch hier hilft der Gemeinde Geld aus dem Digitalpakt. Am 31.Juli sollen die Arbeiten in Frixheim beendet sein.