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Rommerskirchen: Platz für Hundewiese ist umstritten

Diskussion in Rommerskirchen : Platz für Hundewiese ist umstritten

Die geplante Freilaufzone am Blumenweg in Eckum findet nicht nur Zustimmung.

Konträre Diskussionen sind für den heutigen Donnerstagabend ab 18 Uhr bei der Ratssitzung im Ratssaal vorprogrammiert – und das weniger wegen des zu verabschiedenden Gemeindeetats für die Jahre 2019 und 2020. Dafür zeichnete sich im Vorfeld eine Mehrheit an Befürwortern ab. Zündstoff steckt aber offenbar in zumindest einem anderen Punkt auf der langen Tagesordnung: Dabei geht es um die Freilauf- und Spielwiese für Hunde, die die Gemeindeverwaltung gleich neben der Eisenbahnlinie, am Blumenweg in Eckum, einrichten möchte. Am Dienstag hat es dazu ein Treffen von Verwaltung und Bürgern im Rathaus gegeben, und einträchtig ging es dabei nicht zu. Eine Reihe von Anwohnern äußerte erhebliche Bedenken gegen den geplanten Standort. Und auch FDP-Fraktionschef Stephan Kunz, der „als Bürger“ an der Veranstaltung teilgenommen hatte, hielt mit Kritik nicht hinter dem Berg – obwohl er Mitte Januar einen Antrag gestellt hatte, dass die Gemeinde eine geeignete Fläche für eine Hundewiese suchen möge.

Nun gibt es aber unterschiedliche Auffassungen darüber, ob das von der Gemeinde favorisierte Gelände, das in ihrem Besitz ist, „eine geeignete Fläche“ ist. Die Anwohner befürchten Störungen, Hundekot und Konflikte mit Hundehaltern. Kunz, der ausdrücklich betonte, „kein Verbündeter der Anwohner zu sein, sieht vor allem zwei Schwachstellen, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion darstellte: „Es gibt dort keine Parkplätze, um die geplante Hundewiese herum ist Privatgelände. Die Leute müssten vom Bad oder vom Fußballplatz dorthin gehen. Damit würden wir viele ältere Hundehalter als Zielgruppe ausschließen.“ Sein zweiter Kritikpunkt: Die Lage unmittelbar an den Bahngleisen könne schreckhafte Hunde verstören. Kunz betonte, weiter unbedingt für eine Hundewiese zu sein. Er forderte aber, dass die Verwaltung mehrere Alternativen aufzeigt, um die bestmögliche Lösung zu finden.

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Bürgermeister Martin Mertens, Gregor Küpper vom Rechtsamt sowie die Dezernenten Elmar Gasten und Hans-Josef Schneider konterten: Es gebe zurzeit keine andere geeignete Fläche. Und: Der Tierschutzverein für den Rhein-Kreis Neuss habe keine Bedenken gegen den Blumenweg und wolle die Patenschaft für die Hundewiese übernehmen. In einer Pressemitteilung zitierten die Gemeindevertreter Sarah und Benjamin Pasternak vom Tierschutzverein so: „Die von der Verwaltung vorgeschlagene Fläche ist als Hundewiese perfekt geeignet. Sie wird als Treffpunkt für alle Freunde der Vierbeiner ein tolles Projekt, das wir gerne unterstützen. (...) Für das Sozialverhalten der Hunde ist ein solcher Treffpunkt ebenfalls von großem Vorteil.“ Kunz merkte in diesem Zusammenhang süffisant an, dass Benjamin Pasternak sachkundiger Bürger der SPD, also Parteigänger des Bürgermeisters, sei. Aber: Pasternak hat schon versprochen, den Dialog mit den Nachbarn weiter zu führen und mögliche Konfliktsituationen „mit großem Einsatz“ aus dem Weg zu räumen. Fortsetzung folgt – heute Abend im Ratssaal.