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Rommerskirchen: Pfarrer Meik Schirpenbach ist dreifacher Präses

Bruderschaften in Rommerskirchen : Schirpenbach ist nun dreifacher Präses

Auch in Rommerskirchen und Oekoven wird der Leitende Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen/Gilbach, Meik Schirpenbach, das Präses-Amt bei den St.-Sebastianus-Schützenbruderschaften übernehmen.

Nachdem Monsignore Franz Josef Freericks nach über 26 Jahren seelsorgersicher Tätigkeit am Gillbach im Herbst 2017 in den Ruhestand getreten war, blieb das Amt des Bruderschaftspräses in den drei St.-Sebastianus-Bruderschaften der Pfarrei St. Martinus fast anderthalb Jahre lang verwaist. Mit der ganz im Zeichen des gestrigen Patronatstags stehenden Sonntagvorabendmesse in St. Martinus ist diese Vakanz beendet: Meik Schirpenbach, Leitender Pfarrer von mehr als 20 Gemeinden in Rommerskirchen und Grevenbroich, ist nun Präses in Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel.

Wie Matthias Schlömer, der Frixheimer Brudermeister berichtete, hat er vergangenen Herbst mit seinen Kollegen Toni Jordans (Nettesheim-Butzhem) und Peter Mahr (Anstel) ein Gespräch mit Schirpenbach geführt, bei dem dieser seine Bereitschaft zu diesem Amt erklärte. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt als Pfarrer im Herbst 2017 hatte er sich zunächst noch Bedenkzeit für seine Entscheidung erbeten. Die drei Brudermeister überreichten dem neuen geistlichen Oberhaupt der drei ältesten Bruderschaften im weiten Umkreis (als Gründungsjahr führen sie 1300 im Namen) eine entsprechende Urkunde.

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Wie Schlömer erklärte, bezieht sich Schirpenbachs Bereitschaft Präses zu werden, auch auf die St.-Sebastianus-Bruderschaften in Rommerskirchen und Oekoven. „Eigentlich ist er es mit seiner Zusage bereits“, sagt Matthias Schlömer. Der offizielle Amtsantritt wird dort zu einem geeigneten Zeitpunkt stattfinden. Keine Vakanz hat es bei der St.-Sebastianus-Bruderschaft Hoeningen gegeben, wo Pfarrer Norbert Müller als Präses amtiert.

Gleich zum Einstand besuchte Schirpenbach nach dem Gottesdienst die drei Patronatsfeste in der Butzheimer Begegnungsstätte, dem Schützenhaus in Frixheim und der Ansteler Schützenhalle. Bei der St.-Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim gewann der zweifache König Wiegbert Maak auch den Titel „König der Könige“. In Frixheim wurden alle noch lebenden Königspaare der Bruderschaft geehrt, während die Ansteler St.-Sebastianus-Bruderschaft beim Patronatsfest traditionell ihre Nachwuchskönige ermittelt.

     Justin Büsgen (17) ist neuer Jungschützenkönig in Anstel.
Justin Büsgen (17) ist neuer Jungschützenkönig in Anstel. Foto: Bruderschaft

Neuer Jungschützenkönig wurde Justin Büsgen (17) vom Zug „Gillbach-Boschte“/Artillerie, der von Kindesbeinen an Mitglied der Bruderschaft ist. „Seit fünf, sechs Jahren“ konnte sich der Schüler des Dormagener Leibniz-Gymnasiums vorstellen, einmal Jungschützenkönig zu werden. Besonders motiviert hat ihn, dass er am Schützenfest-Samstag im September 18 Jahre alt wird. Königin an seiner Seite wird dann Frauke Faulbach (18), die an der TH Köln Soziale Arbeit studiert. Mit dem Sieg hat sie zwar nicht gerechnet, Einwände gegen das Königsamt kamen jedoch von ihr nicht, wie sie versichert. Neuer Schülerprinz wurde Paul Piepenbrurg, während Luca Müller den Hattrick schaffte und zum dritten Mal in Folge Edelknabenkönig wurde.