Rommerskirchen: Orgel von St. Peter wird erneuert

Kirche in Rommerskirchen : Orgel von St. Peter wird in Schuss gebracht

Bereits zur Firmung am 20. März soll die Orgel wieder erklingen. An Pfingsten nimmt sie „offiziell“ wieder ihren Betrieb auf.

Einen arg verwaisten Anblick bietet in diesen Tagen die Orgelempore der Pfarrkirche St. Peter: Die Orgel selbst nämlich ist derzeit abwesend und wird in Kevelaer von der renommierten Fachfirma Orgelbau Romanus Seifert & Sohn wieder in Schuss gebracht. Die hat das gute Stück vor gut sechs Jahrzehnten auch gebaut.

Die Orgel wird einer Generalreinigung unterzogen, wobei auch ein Register ausgetauscht werden muss, wie Kirchenmusikerin Melanie Dietershagen sagt, die Orgel während der Gottesdienste spielt. 1986 ist nach den Worten von Kirchenvorstandsmitglied Hubertus Velder die letzte gründliche Reinigung erfolgt, „Außer gelegentlichem Neustimmen wurde nichts mehr gemacht, der Zahn der Zeit hat halt an der Orgel genagt“, sagt er. Die Notwendigkeit, das Instrument zu überholen, hatte sich in den vergangenen Jahren zunehmend deutlicher gezeigt. Die Töne seien zuweilen „schräg gewesen“, manchmal waren sie auch gar nicht mehr hörbar, wie Melanie Dietershagen berichtet.

„Die Orgel gehört nun einmal fest zur Liturgie“, sagt Hubertus Velder, der mit dieser Überzeugung auch im Kirchenvorstand erfolgreich für das Projekt geworben hat. Das ist für die Gemeinde eine ganz gehörige Summe: Von den Kosten in Höhe von 78.000 Euro muss sie nicht weniger als 70 Prozent berappen, während das Erzbistum Köln den Rest beisteuert. Wer die Renovierung durch Spenden unterstützen will, kann dies gern tun, wie Velder sagt. Übernommen werden können auch Patenschaften für Orgelpfeifen, die bei der Neuinstallation des Registers übrig bleiben sollten.

Velder ist selbst des Orgelspiels kundig und fungiert hie und da als Melanie Dietershagens Vertreter. „Aus der Fürstin der Instrumente soll wieder die Königin der Instrumente werden“, blickt er bereits voller Vorfreude der Wiederinbetriebnahme entgegen. Kommenden Dienstag, 17. Februar, werden Mitarbeiter der Firma Seifert mit dem Wiederaufbau beginnen. Zur Firmung am 20. März soll die Orgel Melanie Dietershagen zufolge wieder im Einsatz sein. Offiziell wird die „neu-alte“ Orgel am Pfingstsonntag während der um 11 Uhr beginnenden Heiligen Messe mit Pfarrer Meik Schirpenbach wieder in Dienst treten. Der Chor Jubilate wird bei dieser Gelegenheit die „Kleine Deutsche Messe“ von Max Rädlinger singen.

Seit 2014 sind damit nahezu alle Orgeln in der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen-Gilbach erneuert, renoviert und wieder up to date gebracht worden, was für St. Stephanus in Hoeningen, St. Briktius in Oekoven, St. Martinus in Nettesheim und derzeit für St. Peter gilt.