Rommerskirchen: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach zu Besuch

NRW steuert über elf Millionen Euro bei : NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach im Rathaus

Bauen im Bereich Giller- und Bergheimer Straße: 8,5 Hektar, über 200 Wohnungen und mehr als 11 Millionen Euro vom Land.

Erstmals seit dem Regierungswechsel 2017 war mit Ina Scharrenbach (CDU) gestern wieder ein Mitglied der Landesregierung im Rommerskirchener Rathaus zu Gast. Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung unterzeichnete mit Bürgermeister Martin Mertens eine Zielvereinbarung für die geplante Entwicklung des Bereichs Giller- und Bergheimer Straße zu einem neuen Wohngebiet. Auf einer Fläche von 85 Hektar sollen 214 Wohneinheiten entstehen. 30 Prozent davon sollen geförderter Wohnraum sein, wofür das Land über seine Entwicklungsgesellschaft NRW Urban 11,3 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Hier konnten direkt Nägel mit Köpfen gemacht werden, da Ludger Kloidt, Geschäftsführer von NRW Urban, mit der Ministerin angereist war und mit dem Bürgermeister umgehend den nötigen Treuhandvertrag unterschreiben konnte. Rommerskirchen ist nach den Worten von Ina Scharrenbach erst die sechste der insgesamt 96 NRW-Kommunen, die eine derartige Kooperation eingeht. Eher scherzhaft gemeint war Ludger Kloidts Anmerkung, wonach die NRW Urban nun sofort loslegen könne. Bis dahin wird noch etwas Wasser den Gillbach hinunterfließen.

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Zunächst muss der Grunderwerb gesichert werden, und dann gilt Rommerskirchens Chefplaner Carsten Friedrich zufolge die Faustregel, dass binnen anderthalb Jahren Baurecht geschaffen werden kann – wobei diese Zeitangabe nicht in Stein gemeißelt ist. Mertens hofft, dass 2021 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Entwicklung dieses Baugebiets gehört zu den ambitioniertesten Wohnungsbauprojekten der kommenden Jahre. Nachdem Prognosen von einem weiteren Bevölkerungswachstum im „Speckgürtel“ von Köln und Düsseldorf ausgehen, will auch die Gemeinde davon profitieren.

„Eine der drängendsten Fragen unserer Zeit ist die nach bezahlbarem Wohnraum. Nicht jeder kann sich den Luxus eines Eigenheims leisten, und nicht jeder kann die permanent explodierenden Mietpreise aufbringen“ sagte Mertens. Eintragen konnte sich die Ministerin auch im Goldenen Buch der Gemeinde, wo sie sich in illustrer Gesellschaft befindet. Götz George hatte sich bei einem „Schimanski“-Dreh in der Gemeinde dort ebenso verewigt wie zuvor Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth und die Ex-Minister Franz Müntefering und Kurt Bodewig.

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