Rommerskirchen: Nikolaus kommt mit der alten Dampflok

Werk- und Feldbahnmuseum Oekoven : Der Nikolaus kommt mit der alten Dampflok

Am ersten und zweiten Adventswochenende bietet das Werk- und Feldbahnmuseums in Oekoven wieder die beliebten Nikolausfahrten an. Die Touren erfreuen sich großer Beliebtheit. Wer teilnehmen möchte, muss sich früh anmelden.

„Seit fünf Uhr ist Lenny am Sonntagmorgen vor lauter Aufregung über die Fahrt mit der Dampflok schon wach“, berichtet seine Tante Nicole Steinhäuser. Dass die Kinder auf der Fahrt vom Nikolaus höchstpersönlich mit einer Tüte voller weihnachtlicher Leckereien beschenkt werden, erhöht die Vorfreude. „Die Tickets haben wir schon zwei bis drei Monate im Voraus gebucht“, so Steinhäuser.

Wegen der großen Beliebtheit, der sich die Nikolausfahrten des Werk- und Feldbahnmuseums in Oekoven jährlich zur Adventszeit erfreuen, ist eine frühzeitige Buchung nicht verkehrt. „Bereits im Mai bestellten einige der Teilnehmer ihre ersten Tickets“, sagt Vereinsvorsitzender Marcus Mandelartz.

Seit zehn Jahren bietet das Museum die Nikolausfahrten in der Adventszeit an. Eine Ausweitung der Termine komme jedoch vorerst nicht in Frage. „Da bei uns alles ehrenamtlich läuft, sind wir am Rande unserer Kapazitätsgrenzen“, erklärt er. Während die Ehrenamtler an den Adventswochenenden dafür sorgen, dass Familien mit Kindern ein tolles Erlebnis haben, bleibt die gemeinsame Zeit mit der eigenen Familie auf der Strecke. Außerdem ist das Bistro für die Besucher wegen Unstimmigkeiten des Vereins mit dem Rhein-Kreis im Hinblick auf angeblich fehlende Brandschutzmaßnahmen geschlossen. Vorübergehend muss daher in einem aufgestellten großen Zelt für die Beköstigung der Gäste gesorgt werden.

Zu den insgesamt 20 Ehrenamtlern, die sich um das Werk- und Feldbahnmuseum kümmern, zählen unter anderem Udo Kahlenborn und Anna Siebenreicher. Udo Kahlenborn ist aus seiner Leidenschaft für Eisenbahnen heraus bereits in seinen Jugendjahren Vereinsmitglied geworden und seit fast drei Jahrzehnten im Verein aktiv. Mit ihren   zwölf Jahren kann Anna Siebenreicher mit der langen Vereinsmitgliedschaft Kahlenborns zwar nicht mithalten, jedoch ist auch sie schon seit einiger Zeit dabei und in diesem Jahr auch verstärkt als Helferin aktiv. Während der Fahrt in der Dampflok sorgt die Siebtklässlerin schon wie ein Profi dafür, dass die Fahrt für die Teilnehmer ein tolles Erlebnis wird. „Es ruckelt ab und zu, das ist ganz normal“, beruhigt sie die „Passagiere“ mit lauter und selbstbewusster Stimme.

Im 40-Minuten-Takt fährt die alte Dampflok an jeweils beiden Tagen des ersten und zweiten Adventswochenendes am Bahnsteig des Museumsgeländes ab. Die Teilnehmer können ihre Tickets für die 25-minütige Fahrt online buchen und einen entsprechenden Wagon auswählen. Interessant sind die unterschiedlichen geschichtlichen Hintergründe der einzelnen Wagen. Einer der Wagons, geschätztes Baujahr 1916, stammt aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, erläutert Mandelartz.

Der Besuch des Nikolaus wird für die meisten Kinder das eigentliche Highlight der Fahrt darstellen. Der Nikolaus nimmt sich viel Zeit für jedes einzelne Kind, spricht mit ihnen und fragt, ob sie denn auch brav gewesen sind. Denn nur wer artig war, bekommt die mit Süßigkeiten gefüllte Nikolaustüte geschenkt.

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