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Rommerskirchen: Neunjährige Annika stirbt an Leukämie

Rommerskirchen trauert : Neunjährige Annika stirbt an Leukämie

Die neunjährige Annika aus Rommerskirchen ist an der tückischen Krankheit Leukämie gestorben. Für das Mädchen gab es die wohl größte Hilfsaktion in der Geschichte der Stadt.

Die traurige Nachricht machte via Facebook schnell die Runde: Die an Leukämie erkrankte Annika Breuer (9) ist am Dienstag verstorben. Unter dem Motto „Ein Lichtermeer für Annika“ hatte Eva Wilde von der Facebook-Gruppe „Die Rommerskirchener Buschtrommel“ dazu aufgerufen, ein Foto mit einer Kerze zu posten - was etliche Dutzend Nutzer taten und vielfach auch mit eigenen Trauerbekundungen und Kommentaren versahen.

Die Nachricht vom Tod Annikas hatte Thomas Gulentz vom Verein „siri4roki“ am Dienstag als erster in Facebook gemeldet. Der zunächst nach der vor zwei Jahren an Leukämie erkrankten Annika benannte Verein hatte sich stark für das Mädchen engagiert, unter anderem für eine Typisierungsaktion im vergangenen Sommer und ein Benefizkonzert bei dem neben Olaf Henning und den Rabaue auch Lupo, die Funky Marys, Big Maggas und Lax auf dem Marktplatz auftraten.Zudem gab es Mitte Juni 2017 ein großes Fest auf Kirchstraße und Marktplatz, dessen Erlös zu 80 Prozent an die Deutsche Knochenmarkspenderdabei (DKMS) sowie zu jeweils zehn Prozent an ein Kinderhospiz und an eine Kinderonkologie der Uni-Klinik Düsseldorf geflossen ist.

„Höhner“-Frontmann ruft zu Typisierung auf

Auch Henning Krautmacher, Frontmann der Kultband „De Höhner“ hatte dafür geworben, dass sich möglichst viele Bürger typisieren lassen, um zu klären, ob sie als potenzielle Stammzellenspender für Annika in Betracht kommen könnten. Erst vor wenigen Monaten hatte „siri4roki“ die Trommel für ein Konzert mit den „Gohrer Bergpiraten“ im Dom-Eck gerührt dessen Miteigentümer Alexander Breuer ist. Am Ende hat alles nichts genutzt, auch wenn es zwischendurch immer wieder die Hoffnung gab, dass das Mädchen die tückische Krankheit besiegen könnte. „Siri bedeutet Kämpferin, und wir haben unseren Verein deshalb so genannt, weil Annika eine wirklich große Kämpferin war“, sagt Thomas Gulentz.

„Es ist eine furchtbare Geschichte. Wir haben alle gehofft, dass die kleine Annika den Kampf gegen den Krebs gewinnt“, meldete sich am Mittwoch Bürgermeister Martin Mertens zu Wort und sprach der Familie von Annika sein Beileid aus. „Ganz Rommerskirchen trauert um Annika“, so der Bürgermeister.

Für Gulentz steht es außer Frage, dass „siri4roki“, gerade auch im Gedenken an Annika, weitermachen wird. „Wir sind für alle hilfsbedürftigen Kinder in der Gemeinde da“, beschreibt er den Vereinszweck in aller Deutlichkeit.

(S.M.)