Rommerskirchen: Neue Führung für das Tierheim Oekoven

Tierschutz in Rommerskirchen : Neue Führung für das Tierheim Oekoven

Die Öffentlichkeitsarbeit soll verbessert und die Spendenbereitschaft gesteigert werden.

Jede Menge Arbeit wartet auf den neuen Vorstand des Trägervereins des Tierheims Oekoven, gilt es doch, die Prozesse und Strukturen zu modernisieren sowie die Renovierung der in die Jahre gekommenen Einrichtung möglichst bald anzugehen. An der Spitze steht mit Benjamin Pasternak ein engagierter Tierschützer, der gemeinsam mit seiner Frau Sarah, die neue Schatzmeisterin des Tierschutzvereins für den Kreis Neuss ist, selbst zwei Katzen ein Heim gegeben hat.

„Ich möchte etwas bewirken und das Tierheim auf zukunftsfähige Füße stellen“, sagt der 36-Jährige. „Nach fast 25 Jahren, die der bisherige Vorstand aktiv war, gibt es etwas nachzuholen – wie es bei einem Generationenwechsel ja auch normal ist. Wir können das Rad zwar nicht neu erfinden, aber modernisieren.“ Deswegen sei es ein wichtiger Schritt, nicht nur auf zahlreichen Veranstaltungen – wie beim Maimarkt am 16. Mai in Wevelinghoven – präsent zu sein, sondern auch online. Für die Fotos und Geschichten über die Tiere, die ein neues Zuhause suchen, ist Andrea Philipsen zuständig, die ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurde. Darüber hinaus gilt es, die Facebook-Seite mit Terminen und wichtigen Nachrichten zu füttern.

200 bis 300 Tiere leben im Tierheim Oekoven, darunter 45 Hunde, 120 Katzen, davon etwa 100 „Wildis“, also Katzen, die nicht sozialisierbar sind und wild auf dem Gelände leben, aber auch Exoten wie Schlangen, Bartagamen oder Schildkröten sowie Nager und die beiden Schweine Borsti und Quieki. „In den letzten Jahren ist es in Vergessenheit geraten, dass hinter dem Tierheim der Tierschutzverein steht, der im Januar sein 60-jähriges Bestehen gefeiert hat. Wir haben 280 Mitglieder und Paten und sind für den Rhein-Kreis zuständig, außer für Dormagen und Neuss, die haben ein eigenes Tierheim“, so Pasternak.

Ziel des neuen, jungen Vorstandes ist es, die Aufklärungsarbeit voranzutreiben, die Menschen unter anderem für die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen zu sensibilisieren. Außerdem will sich der Verein mehr in der Öffentlichkeit zeigen, „damit es natürlicher ist, dass ein Tierschutzverein hinter allem steht und sich kümmert“. Auch das Finanzielle will geregelt sein: „Die Menschen müssen sich bewusst machen, dass der Tierheimbetrieb von Jahr zu Jahr teurer wird und wir dringend auf Spenden angewiesen sind.“ Zu diesem Zweck wurde auf PayPal ein Spendenkonto und auf Amazon eine Wunschliste des Tierheims eingerichtet. Wie das funktioniert, erklärt der Verein auf der Facebook-Seite des Tierheims Oekoven. „Außerdem suchen wir immer Auswilderungsstellen für die Katzen sowie Menschen, die sich in ihrer Freizeit einbringen wollen.“

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