Rommerskirchen-Nettesheim: Ehepaar Huber feiert Diamanthochzeit

Ehejubiläum in Nettesheim: Zwei Frohnaturen feiern Diamanthochzeit

Mit einem kleinen Spaß an einer Bahnschranke fing alles an. Rudi Huber foppte eine junge Frau, die die Schienen überqueren wollte. Bei der fiel der Blödsinn auf fruchtbaren Boden – der Beginn einer langen Liebe.

Denn inzwischen sind Marlies und Rudi Huber seit 60 Jahren verheiratet. Am heutigen Dienstag feiern sie Diamanthochzeit.

Und der Humor spielt immer noch eine große Rolle bei dem Paar, nicht nur, weil die gebürtige Kölnerin Marlies es sich auch mit 81 Jahren nicht nehmen lässt, immer mal wieder in die Bütt zu steigen, beim Karneval im Seniorenhaus St. Elisabeth. Dass sie eine Frohnatur ist, merkt jeder, der sich mit ihr unterhält. Der Gesprächspartner kommt kaum aus dem Lachen heraus. „Wir haben während unserer Ehe keinen Tag an Scheidung gedacht“, erzählt Marlies Huber – um verschmitzt hinzuzufügen: „Aber Mordgelüste gab es oft.“ Sogar über die Inschrift auf ihrem Grabstein hätten sie sich schon Gedanken gemacht, sagt die 81-Jährige: Darauf solle nicht „Ruhet in Frieden“ oder Ähnliches stehen, sondern: „Wir lägen auch lieber am Strand.“ Tätätätätätä.

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Die frühere Bilanzbuchhalterin bei der Nordstern-Versicherung und der ehemalige Maschinensetzer beim Kölner Stadtanzeiger, der ursprünglich aus Landshut in Bayern stammt, hatten die gemeinsame Zukunft in München beginnen wollen, wo auch geheiratet wurde. Weil sich Marlies in der bayerischen Metropole aber nicht wohlfühlte, ging es bald zurück ins Rheinland. In Köln-Junkersdorf und -Zollstock wohnten die Hubers, vor rund 20 Jahren zogen sie nach Nettesheim. Die 81-Jährige und ihr 88-jähriger Mann gehen noch vielen  Hobbys nach. Qi Gong gehört dazu, Hund’ und Katz’, er spielt gerne Skat, sie bezeichnet sich selbst als Pferdenärrin. Früher hat sie selbst Reitunterricht gegeben.

Die Diamanthochzeit soll vor allem  am nächsten Wochenende gefeiert werden. Dann kommt die Familie zusammen, zu der neben einem in Istanbul lebenden Sohn eine Tochter und drei Enkelkinder gehören. Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens will die Jubilare ebenfalls besuchen.

(ssc)
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