Rommerskirchen: Mehrgenerationenwohnen

Novum für Rommerskirchen : Schon bald ein Mehrgenerationenwohnen?

Im Rathaus würde ein solches Projekt offene Türen finden, betont Bürgermeister Martin Mertens.

Ein erstes Gespräch, eine erste Idee sind oft der Anfang vieler Projekte. In Rommerskirchen steht ein solches jetzt zumindest am Anfang: Sollte es gelingen, wäre es eine Premiere, denn ein „Mehrgenerationenhaus“ gibt es in der Gemeinde bislang noch nicht. „Das Thema hat mich schon lange interessiert“, sagt Walter Grubert, der sich intensiv mit verschiedenen Modellen beschäftigt hat, darunter auch den Projekten die in Bonn beziehungsweise in Nievenheim realisiert werden.

Deren Kerngedanke besteht darin, ein solches Mehrgenerationenhaus in Regie einer Genossenschaft zu bauen, in der nur künftige Mieter Anteile als Genossenschafter erwerben können. Was natürlich voraussetzt, dass sich zumindest ein ganz großer Teil von ihnen schon lange vor dem ersten Spatenstich zusammengetan und über viele Details verständigt hat. Ob es nun um die Planung, den geeigneten Architekten oder die ausführende Baufirma geht, entscheiden die Genossenschafter. Die zahlen vorab einen von der Größe ihrer künftigen Wohnung abhängigen Betrag ein und entrichten an die Genossenschaft später auch einen monatlichen Betrag als Miete. Im Dezember hat Walter Grubert gemeinsam mit Carsten Friedrich, dem Chefplaner im Rathaus, das „NaWoDo“-Projekt (Nachbarschaftlich Wohnen Dormagen) an der Latourstraße in Nievenheim besucht.

Dort ist eine Hofanlage mit 23 Wohnungen entstanden, die über Laubengänge miteinander verbunden sind – wobei sich die Barrierefreiheit von selbst versteht. Das Nievenheimer Beispiel hat Grubert darin bestärkt, nach weiteren Mitstreitern zu suchen, die sich ähnliches auch für Rommerskirchen vorstellen können.

An der Gemeinde jedenfalls würde es nicht scheitern, wie Grubert nach einem Gespräch mit Bürgermeister Martin Mertens feststellen konnte. Mertens zufolge könnte es in Rommerskirchen schon bald losgehen: „Das Gute ist, dass wir das Grundstück bereits haben. Oft ist das bei solchen Vorhaben der Knackpunkt“, sagt der Bürgermeister. „Wir sind sehr an diesem Projekt interessiert und werden die Mitstreiter bestmöglich unterstützen“, versichert Mertens. Wo sich das potenzielle Grundstück befindet, mag er einstweilen noch nicht verraten. Walter Grubert sucht nun nach Mitstreitern, die bei der Projektentwicklung und der Finanzplanung einsteigen, wobei das Rathaus behilflich sein will. „Es ist alles davon abhängig, dass sich Leute finden und mitmachen. Ich allein mache gar nichts“, sagt Grubert – der damit zumindest den Stein ins Wasser geworfen hat und nun auf die Kreise wartet, die daraus entstehen. Weitere Infos unter www.Megero.de. Interessenten können sich auch an Gerda Moritz wenden, die unter 02183 80060 zu erreichen ist.

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