Rommerskirchen: Kulturcafé bietet Humor im Sechserpack

Kabarettreihe : Kulturcafé Eckum bietet Humor im Sechserpack

Wilfried Schmickler macht es möglich: Dank seines Sonderprogramms gibt es in der beliebten Veranstaltungsstätte im neuen Jahr sechs Kabarettabende. Einige Künstler feiern in Rommerskirchen Premiere.

Eigentlich stand das Programm des Kulturcafés für 2019 bereits fest, als Walter Grubert auf eine Anfrage hin ein Angebot erreichte, das man halt nicht ablehnen kann. Die Kabarettfans werden in der 2019 anstehenden 29. Saison des Kulturcafés daher sechs statt der üblichen fünf Vorstellungen erleben können. Damit nicht genug: Der zusätzlich auftretende Gast wird nämlich kein Geringerer als Wilfried Schmickler sein, der seit Jahrzehnten in der ersten Liga des deutschsprachigen Kabaretts spielt. „Kein Zurück“, lautet der Titel seines aktuellen Programms, das er einem „Deutschland im Aufbruch“ entgegen setzt.

Weil es für ihn kein zurück gibt, hat Schmickler schon einmal in die Zukunft geschaut und berichtet dem Publikum davon, was er da alles so gesehen hat. Auftreten wird er im Saal des evangelischen Gemeindezentrums am 30. August 2019. Starten wird das Kulturcafé im kommenden Jahr am 8. März mit dem Auftritt von Mathias Tretter und dessen Programm „Pop“. Dieses besteht nicht zuletzt aus einem intensiven Dialog mit seinem alter ego „Ansgar“, der sich in „breidesdem Fränggisch“ mit der Politik und anderen wichtigen Lebensfragen auseinandersetzt – ultracool und ganz gern auch ein wenig bekifft.

 Wie der für die Programmgestaltung zuständige Walter Grubert sagt, „erwarten wir auch einige Kabarettisten, die noch nicht auf unserer Bühne standen“. Dies gilt etwa für Michael Frowin, der als „Kanzler-Chauffeur“ am 10.Mai auch in Eckum die höchste Frau im Staat um die Ecke bringen wird. Das Lenkrad umklammert Frowin ebenso fest wie die Kanzlerin ihre Macht, was bei einer Überraschungsreise durch das Reich der Angela Merkel einen ebenso vergnüglichen wie erkenntnisreichen Abend verspricht.

Gleichfalls eine Premiere im Kulturcafé am Grünweg feiern wird Philipp Simon, der am 28. Juni sein aktuelles Programm mit dem Titel „Meisenhorst“ präsentieren wird, das rechtzeitig zum 70. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes drastische und gleichwohl unterhaltsame Staatsbürgerkunde verspricht, getreu der Devis, dass Reflexion mehr als nur ein Blitzen im Auge ist. „Meisenhorst“, das kollektive Oberstübchen der Nation, kann dies sicher gut gebrauchen, wobei zu den spannendsten Fragen des Abends die nach den 19 Grundrechten und dem jeweiligen Favoriten unter ihnen zählen dürfte. Zum guten Schluss der Veranstaltung stellt der niederländisch-deutsche Kabarettist das Grundgesetz buchstäblich auf den Kopf, so dass „Meisenhorst“ seine ganze Pracht entfalten kann.

Nach dem Sonderprogramm mit Wilfried Schmickler geht es am 20. September mit dem Duo „Onkel Fisch“ weiter, das ebenfalls zum ersten Mal im Kulturcafé auftritt. Versprochen wird ein satirisches Überlebenstrainig für Politilverdrossene unter dem Motto „Gemeinsam Populisten im Lachen untergehen lassen.“ Angekündigt ist die Klärung der fundamentalen Frage: „Was genau ist die Alternative zu Fakten?

Am 15. November beendet der erst 2018 in Eckum aufgetretene René Steinberg die Kabarettreihe mit seinem neuen Program „Freuwillige vor– wer lacht, macht den Mund auf!“ Steinberg versteht Humor als einen „Wutdrucksenker“´, wobei Homer und Goethe ebenso zitiert werden wie Whatsapp und Netflix.

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