Rommerskirchen: Konkrete Projekte in Kuba rücken näher

Wirtschaft: Konkrete Projekte in Kuba rücken näher

Auch die Möglichkeit einer kommunalen Partnerschaft spielte jetzt eine Rolle bei Gesprächen zwischen Gemeindespitze und zwei kubanischen Gästen.

Ziemlich genau drei Jahre alt sind die „offiziellen“ Beziehungen der Gemeinde zu Kuba. Sie im Rahmen des Möglichen auszubauen, ist erklärtes Ziel beider Seiten. Um gemeinsame Projekte ging es jetzt bei einem Besuch von Yamari Pérez Viera, die in Bonn die Außenstelle der kubanischen Botschaft leitet, und Yenisey Cruz Carreno als Mitglied des kubanischen Parlaments in Rommerskirchen. Die Diplomatin war schon zum zweiten Mal in der Gemeinde: Bereits im Februar hatte Yamari Pérez Viera dem Rathaus einen Besuch abgestattet.

„Rommerskirchen ist eine weltoffene Gemeinde. Wir freuen uns über den bereits aktiv gelebten kulturellen Austausch. Von einem guten globalen Miteinander können wir nur profitieren“, kommentiert Bürgermeister Martin Mertens die Kontakte zu Kuba.

Mit dem Bürgermeister und Christoph Zimmermann, Vorstandsmitglied des Vereins „Soli Cuba“, erörterten die beiden Kubanerinnen die Möglichkeit, ein weiteres Projekt zwischen der Gemeinde und der kubanischen Stadt Camagüey auf die Beine zu stellen. 2016 hatte die Gemeinde es dem in Rommerskirchen ansässigen Verein „Soli Cuba“ ermöglicht, mit einer Ausstellung von Bildern kubanischer Kinder zum Thema Wasser im Rathaus selbst für die Anschaffung einer Wasseraufbereitungsanlage in Camagüey zu werben. Auch der wirtschaftliche Austausch, etwa im Bereich der Landwirtschaft, könnte bei dem neuen Vorhaben in den Fokus rücken, hieß es im Anschluss an das Treffen.

Hierbei wird Yenisey Cruz Carreno als Mitglied des kubanischen Parlaments unterstützend tätig sein, indem sie bei der Erarbeitung der Projektidee zur Seite steht und diese in ihrer eigenen Gremienarbeit begleitet. „Ein sehr schönes Treffen und ein weiterer Meilenstein in der Intensivierung des freundschaftlichen Verhältnisses Rommerskirchens zu Kuba“, kommentierte Christoph Zimmermann das Gespräch.

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Um über das einzelne Projekt hinaus analysieren zu können, wie eine Partnerschaft zwischen Rommerskirchen und Camagüey in die Wege geleitet werden könnte, steht für Gianna Lhakal und Bele Hoppe als zuständige Mitarbeiterinnen des Rathauses demnächst eine Reise nach Nürnberg an. Gemeinsam mit Stephanie Remus, frühere Vorsitzende von „Soli Cuba“, nehmen sie im Oktober an der Konferenz „Kommunale Partnerschaften mit Lateinamerika“ teil, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert.

Die Kontakte zwischen der Gemeinde und Kuba hat der seit mehr als 20 Jahren in Rommerskirchen ansässige Verein „Soli Cuba“ arrangiert, der sich für karitative Projekte in dem Inselstaat engagiert. Im November 2015 war erstmals Anette Chao Garcia, Vorgängerin von Yamari Pérez Viera, im Rathaus zu Gast. Damals war deutlich geworden, dass Partnerschaften mit kubanischen Kommunen kein ganz einfaches Unterfangen werden würden. Kuba unterhält deren nur sehr wenige, zumeist mit spanischen Gemeinden. Gleichwohl kamen seit 2015 mehrere Veranstaltungen zustande, so etwa eine „Fiesta Cubana“ 2016, bei der im Ratssaal ein improvisierter Salsa-Tanzkurs stattfand.

Auch das kürzlich gefeierte „Rommersfood-Festival“ stand mit kubanischer Live-Band und landestypischen Cocktails von Soli Cuba im Zeichen freundschaftlicher Beziehungen.

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