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Rommerskirchen: Jubilare bekommen wieder Post vom Bürgermeister

Bürgernähe in Rommerskirchen : Jubilare bekommen wieder Post von Bürgermeister Mertens

Eine Mappe mit Schriftstücken und Dokumenten zum Abzeichnen landet täglich auf dem Dienstschreibtisch von Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens im Rathaus.

Und auch sonst pflegt der Verwaltungschef einiges an Schriftverkehr, längst auch online in den digitalen Medien. Um den Jahreswechsel herum wird die Schreibhand des Verwaltungschefs indes noch einmal besonders beansprucht. Denn dann bearbeitet er die Post für diejenigen Bürger, die im anstehenden Jahr einen hohen Geburtstag oder ein Ehejubiläum feiern können.

  So auch dieses Jahr. Über 500 Glückwunsch-Schreiben werden an die Altersjubilare rausgehen, weitere rund 50 an die Ehejubilare. Die Tendenz ist steigend, wie Mertens im Gespräch mit unserer Zeitung berichtete. Und das liegt nicht nur am demografischen Wandel, der es ja mit sich bringt, dass der Anteil der älteren Menschen an der Gesellschaft immer größer wird. Die Gemeinde Rommerskirchen will vielmehr noch mehr Bürgernähe demonstrieren. „Bis jetzt haben wir alle Bürger angeschrieben, die 85 Jahre oder älter werden. Künftig werden wir die Altersgrenze aber auf 80 Jahre herabsetzen“, kündigt Martin Mertens an.

Bei Ehejubiläen meldet sich die Gemeinde ab der Goldhochzeit. Das ganze Verfahren ist klar strukturiert. Die Briefe gehen wie beschrieben an alle ab 85 bzw. demnächst 80 Jahre und ab Goldhochzeit heraus. Persönliche Besuche werden, sofern sie gewünscht sind, ebenfalls angeboten – bei den Ehejubilaren ebenfalls ab der Goldhochzeit. Bei den Altersjubilaren gibt es folgende Staffelung: Für alle vom 90. bis zum 94. Geburtstag übernehmen die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Bianka Mischtal (CDU) und Ellen Klingbeil (SPD) gemeinsam diese Aufgabe. Mitunter auch Mertens selbst, wenn er spontan Zeit hat. Ab dem 95. Geburtstag kommt der Bürgermeister dann in der Regel selbst.

„Ich bleibe aber nicht zu Kaffee und Kuchen“, erzählt Mertens schmunzelnd. Denn er weiß, wieviel Mühe sich die Senioren machen, die mitunter zu einem solchen Anlass extra backen oder gar kochen würden. Das in Anspruch zu nehmen, lassen seine anderen Aufgaben aber schon zeitlich einfach nicht zu. Dafür bringt der Bürgermeister bei seinen Besuchen aber eine spezielle Flasche Wein mit, den „Bürgermeistertropfen“, der eigens für solche Zwecke bereit gehalten wird. „Den gibt es nicht im Handel“, betont Mertens.

Wenn er Jubilare im Altenheim besucht, bringt er mit Rücksicht auf die Regel dort statt des Alkohols ein Büchlein mit.