Rommerskirchen ist Hauptsitz der Hägele Group

K & H Werkstattservice : Familienunternehmen will expandieren

Zum 17. Unternehmerforum lud die Gemeinde in den Gewerbepark V. K + H Werkstattservice denkt bereits über eine Erweiterung des Geländes nach.

Einen sprichwörtlich dicken Fisch hatte die Wirtschaftsförderung der Gemeinde 2016 an Land ziehen können. Seit Anfang 2017 hat die K&H Werkstattservice mit mehr als 60 Standorten in Deutschland und den Niederlanden ihren Hauptsitz in Rommerskirchen.

Grund genug, das 17. Unternehmerforum der Gemeinde dort abzuhalten. Dass die Hägele Group ein Familienunternehmen reinsten Wassers ist, machte Geschäftsführerin Jaqueline Koch deutlich, deren Eltern Helmut und Anna Hägele das Unternehmen 1975 mit zwei Betonmischfahrzeugen gegründet hatten. Neun Familienmitglieder arbeiten am Hauptsitz des Unternehmens mit, weitere bereiten sich darauf vor. Er und seine Frau seien nur noch selten im Betrieb, um zu sehen „ob das mit der Rente klappt“, merkte Helmut Hägele mit gelindem Understatement an. Die Hägele Group verfügt heute über einen Fuhrpark von 321 Betonmischern und etlichen Pumpenfahrzeugen. Bei der Restaurierung des Berliner Reichstags in den 1990-er Jahren war das Unternehmen ebenso mit von der Partie wie am Spreewald und beim Bau der vierten Röhre des Elbtunnels in Hamburg. Last but not least waren die Betonlogistiker auch am Bau des BoA-Blocks in Neurath beteiligt. Frank Koch, der gemeinsam mit seiner Frau als Geschäftsführer agiert, stellte das Unternehmen bei einer Führung durch die Werkstatt und das Verwaltungsgebäude an der Otto-Lilienthal-Straße 5 vor.

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Bundesweit beschäftigt das Unternehmen rund 400 Mitarbeiter, deutlich mehr als die Hälfte von ihnen Berufskraftfahrer, die in Rommerskirchen für den LKW-Führerschein geschult werden. „Nötig sind fünf Module, die jeweils nur fünf Jahre gelten. Wenn also jemand seinen Führerschein hat, fangen wir gleich im nächsten Jahr wieder mit dem ersten Modul an“, erläuterte Koch.

Dass es der Familie Hägele am neuen Standort gut gefällt hatte der Seniorchef gleich eingangs angedeutet. In der Fläche zu expandieren, erscheint jedenfalls als durchaus realistische Perspektive.