Rommerskirchen investiert 16 Millionen Euro

Doppelhaushalt der Gemeinde: Rommerskirchen investiert 16 Millionen Euro

Die Gemeinde Rommerskirchen steckt in den nächsten beiden Jahren viel Geld vor allem in ihre Infrastruktur.

Ulrike Sprenger von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) war es, die bei der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag in ihrer Haushaltsrede die Frage aufwarf, wie es sich denn eine kleine Gemeinde wie Rommerskirchen leisten könne, ein Schwimmbad zu erhalten, neue Schützenplätze zu bauen und Sportanlagen mit Kunstrasen auszustatten? Die Antwort gab sie unmittelbar darauf indirekt selbst. Es müsse unterschieden werden, was nötig, was möglich und was lediglich wünschenswert sei, sagte sie. Und das klappt in Rommerskirchen aktuell so gut, dass der gerade mit großer Mehrheit von 28:4 Stimmen (Gegenstimmen von der FDP) verabschiedete Doppelhaushalt für die Jahre 2019 und 2020 durchaus Spielräume für Investitionen lässt. Und die sind insgesamt gut 16 Millionen Euro wert.

Es sind zuvorderst Verbesserungen der Infrastruktur, für die die Gemeinde Geld ausgeben möchte. Bürgermeister Martin Mertens und Kämmerer Bernd Sauer halten die Voraussetzungen wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase für günstig. Einige wichtige Vorhaben:

Mobilstation am Bahnhof Zur Umsetzung dieses Projektes hat der Rat am Donnerstag den nächsten Schritt unternommen: Geschlossen votierten die Politiker für die Änderung des Bebauungsplanes „Bahnhofsumfeld“ im Bereich Bahnhofsvorplatz und ehemaliger Bahneberg. Die eingereichten Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange werden berücksichtigt. Bürger hatten keine Stellungnahmen abgegeben. Am Bahnhof soll es künftig barrierefreie Toilettenanlagen, einen witterungsgeschützten Wartebereich, einen Kiosk und eine Bäckerei/ein Café geben. An der Park-and-Ride-Anlage soll ein neuer Fußweg für mehr Sicherheit sorgen.

Kindertagesstätte Nettesheim/Butzheim Mitte 2020 soll es nach dann rund zwölf Jahren am Veilchenweg wieder eine Kindertagesstätte geben. Der geplante Neubau wird voraussichtlich etwa 2,7 Millionen Euro kosten und soll dort entstehen, wo einst die in Frixheim neu eröffnete Kita „Pusteblume“ ihr Domizil hatte. Das alte Gebäude, zuletzt vom Erftverband genutzt, wird dafür abgerissen.

Feuerwehr Der Löschzug Rommerskirchen wird mit einem zweiten Tanklöschfahrzeug ausgestattet. Der Brandschutzbedarfsplan sieht das so vor. Mit der Aufstockung der Fahrzeuge soll ein Pendelverkehr bis zum Aufbau einer Wasserförderung über lange Wegstrecken gewährleistet werden.

Hundewiese Nur eine kleine Investition, die vor allem in der Beschaffung einer 1,80 Meter hohen Umzäunung besteht, bedeutet die Freigabe einer Fläche am Blumenweg in Eckum als Hundefreilaufzone. Aufgrund von Anwohnerprotesten und Kritik von FDP-Fraktionschef Stephan Kunz wird die Wiese, um die sich der Neusser Tierschutzverein kümmern will, zunächst nur zeitlich befristet für zwei Jahre freigegeben.

Gewerbeansiedlung Zur Abfederung des Strukturwandels fordert die Gemeinde die Freigabe neuer Flächen.

Mehr von RP ONLINE