Rommerskirchen- Gemeinde will Ampel in Höhe Rettungswache

Bushaltestellen in Rommerskirchen : Gemeinde will eine Ampel an der B 477

Der Landesbetrieb Straßenbau sieht dafür aber keine Notwendigkeit.

Eigentlich ging es ja „nur“ um die Frage einer barrierefreien Umgestaltung der Ampel an der Landstraße in Butzheim. Die hat die Gemeinde als nächste auf ihrer Liste, nachdem sie mit dem Landesbetrieb Straßenbau im Juli 2018 eine Vereinbarung über den Umbau dreier Ampeln getroffen hatte. Zwei davon – am Eckumer Rathaus und an der Ortsdurchfahrt Frixheims – sind inzwischen fertig, die dritte wird noch eine Weile auf sich warten lassen, obwohl der Umbau eigentlich noch für dieses Jahr vorgesehen ist. Die Gemeinde möchte die Ampel nämlich in Höhe der Rettungs- wie der Feuerwache an der B 477 verschieben, während der Landesbetrieb hierfür keinen Anlass sieht. Wobei es die Gemeinde nicht bewenden lassen mag.

 „Zahlreiche Anfragen aus Politik und Bürgerschaft“ haben die Verwaltung nach den Worten von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert dazu bewogen, den Landesbetrieb um eine Prüfung zu bitten, die Ampel entweder zu verlegen oder aber in Höhe von Rettungs- und Feuerwache eine weitere zu installieren. Grund hierfür sind die „stark frequentierten“ Bushaltestellen auf beiden Seiten der Straße und der inzwischen dort auch befindliche Geldautomat der VR-Bank. Die bestehende Gefahrenquelle werde für die die Straße überquerenden Fußgänger angesichts der kurvenreichen Streckenführung in diesem Bereich noch vergrößert.

Für den Landesbetrieb gibt es neben der Überlastung der Straße nur den Gesichtspunkt „einer unzureichenden Verkehrssicherheit“, um eine Ampel zu errichten. Beides sieht er hier nicht gegeben. „Nach den aktuell vorliegenden Unfallzahlen“ stelle sich der Bereich vielmehr „als verkehrssicher“ dar, heißt es in einem Schreiben des Landesbetriebs vom 9. August. „Regelmäßige Unfälle mit Fußgängerbeteiligung hat es an dieser Stelle bislang nicht gegeben“, begründet der Landesbetrieb seine Ablehnung. Hinzu komme, dass sich die Suche nach einem allen Kriterien genügenden Standort als „sehr schwierig“ erweise: „nicht nur für die Position der Ampelmasten, sondern auch für die Position der ortsfesten Beleuchtung kann keine geeignete Stelle gefunden werden“, schreibt der Landesbetrieb.

Die Gemeinde ihrerseits ist von der Notwendigkeit überzeugt, hier eine Ampel zu errichten. Sie wird Angebote für die verkehrstechnische Untersuchung einholen, die der Landesbetrieb fordert. Für eine genauere Prüfung muss laut Landesbetrieb nämlich „eine Quantifizierung des Fußgängeraufkommens in Spitzenstunden“ erfolgen – wofür sich insbesondere der morgendliche Schulbusverkehr anbietet.