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Rommerskirchen: Gemeinde warnt vor Kampfmittelfunden

Altlasten aus Kriegszeiten in Rommerskirchen : Gemeinde warnt vor Kampfmittelfunden

Regelmäßig werden in Rommerskirchen noch gefährliche Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Auch in Zukunft wird mit weiteren Funden gerechnet. Was es zu beachten gibt.

Fast 80 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges kommt es in der Gemeinde Rommerskirchen immer wieder einmal zu Kampfmittelfunden. „Überwiegend handelt es sich dabei um Phosphorbomben“, erklärt Tobais Hantschel, Leiter des Ordnungsamtes. Auch sogenannte „Eier-Handgranaten“ würden typischerweise häufig gefunden.

Phosphorbomben sind keine Detonationsbomben, aber trotzdem brisant, denn: „Wenn sie noch gefüllt sind, können sie auch heute immer noch in Flammen aufgehen“, erklärt Hantschel. „Wenn sie einmal brennen, dann brennen sie. Mit herkömmlichen Mitteln bekommt man sie nicht gelöscht.“ Granaten oder Munition wie Patronen würden ebenfalls durch lange Lagerung nicht unbrauchbar, sondern durch Rost potenziell gefährlicher, weil der Zündmechanismus sensibler wird.

In der Regel werden solche Kampfmittel bei Feldarbeiten gefunden. „Toi, toi, toi, ist bisher nichts schlimmes passiert“, sagt der Ordnungsamtsleiter. Denn diese Funde sind meist unproblematisch, wenn sie nicht berührt oder bewegt werden, aber bei Arbeiten mit schweren Gerätschaften steigt die Gefahr. Deshalb warnt die Gemeinde regelmäßig davor, solche Funde zu berühren. Auch bei der Erschließung neuer Wohngebiete kommt es vor, dass Bauherren Kampfmittel finden. Klar sei: „Nicht anfassen!“ Wichtig ist, sofort das Ordnungsamt, die Polizei oder die Kreisleitstelle der Feuerwehr (02131 1350) zu benachrichtigen, und wenn möglich, den Zugang zur Fundstelle zu sperren. Wer Kampfmittel findet oder diese in seinem Besitz hat, muss dies unverzüglich anzeigen, ansonsten droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

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Zuständig für die Beseitigung von Kampfmitteln ist der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung. Die Gemeindeverwaltung kümmert sich im Fall eines Falles um Absperrmaßnahmen und Evakuierungen. Mit einem Ende solcher Funde sei vorerst nicht zu rechnen. Hantschel: „Das Thema wird uns noch viele Jahre begleiten.“

(mvs)