Rommerskirchen Finanzlage ist so gut wie lange nicht

Gemeindefinanzen Rommerskirchen : Finanzieller Spielraum ist gewachsen

Die Haushaltslage der Gemeinde ist so gut wie lange nicht. Geld für anstehende Projekte ist vorhanden.

Vor einem Jahr hatte der Rat erstmals überhaupt einen Doppelhaushalt für die Jahre 2019 und 2020 beschlossen. Die Zwischenbilanz von Bürgermeiszer Martin Mertens fällt positiv aus, zählte doch der Haushalt der Gemeinde Jahr für Jahr zu deren Sorgenkindern. „Ich bin stolz darauf, diese Entwicklung gestoppt zu haben. Bereits im vierten Jahr hintereinander können wir einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen“, sagt Mertens.

Dies ist nicht zuletzt auch der guten Einnahmesituation geschuldet. Hier zahlt sich dem Rathauschef zufolge u.a. die planvolle Entwicklung der Gewerbegebiete aus. Nachdem vor 20 Jahren das erste Gewerbegebiet an den Start ging, hat dieses mittlerweile bereits fünf Erweiterung erlebt; weitere sind in Planung.

Der damals prognostizierte Effekt ist zwischenzeitlich eingetreten. Mit knapp vier Millionen Euro haben sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer gegenüber 2005 vervierfacht. Nicht zuletzt die ausstehenden Jahresabschlüsse für die Haushalte seit 2009 konnten seit 2014 inzwischen bis in die jüngste Gegenwart nachgeholt werden.

„Unseren finanziellen Spielraum wollen wir auch in diesem Jahr wieder nutzen, die Gemeinde voranzubringen“, kündigt der Bürgermeister an. So steht eine Vielzahl von Projekten an, die 2020 in Angriff genommen und teilweise auch schon realisiert werden sollen. Zu den Leuchtturmprojekten gehört zweifellos die Errichtung einer Mobilstation am Bahnhof, deren Bau in diesem Jahr starten wird. Hier werden mehrere Millionen – von verschiedenen Beteiligten – investiert. Derzeit werden die konkreten Ausbaupläne erarbeitet, die Grundlage für den genauen Kostenplan sind.

Auch die Ausstattung der Feuerwehr wird weiter verbessert. Für mehrere hunderttausend Euro wird ein weiteres neues Fahrzeug angeschafft. Mertens zufolge „liegen wir damit in der Abarbeitung der Maßnahmen aus dem Brandschutzbedarfsplan im Soll“.

Gleichfalls wird weiter kräftig in den Bereich der Bildung und Erziehung investiert. So wird die IT-Ausstattung der Grundschulen im Rahmen des Digitalpakts mit erheblichen Mitteln auf Stand gebracht.

Ein erheblicher Teil der Kosten für die neue Kindertagesstätte „Kleine Weltentdecker“ – 2,7 Millionen Euro – wird in 2020 fällig. Für die Erstausstattung mit Inventar und Spielgeräten werden knapp 20.000 Euro investiert.

Das ehrgeizige Projekt wird 2020 gleichfalls fortgesetzt: Mehr als 300.000 Euro sind demnach für die barrierefreie Umrüstung von Bushaltestellen und Ampelanlagen im gesamten Gemeindegebiet eingeplant.