Rommerskirchen: Facebook-Gruppe "Gillbach Stones" ist ungeahnter Mitgliedererfolg

Gruppe in Rommerskirchen : Bemalte Steine rocken Facebook

Die Facebook-Gruppe „Gillbach Stones“ hat eine rasante Mitgliederentwicklung.

Für örtliche Verhältnisse hohe Wellen hat in den sozialen Medien die Diskussion um die Demonstration von „Ende Gelände“ am vergangenen Wochenende geschlagen. Während sie wieder abgebt ist, nimmt ein „Gillbach Stones“ betiteltes Projekt immer mehr an Fahrt auf.

Am 28. April hat Regine Hilgers die Facebook-Gruppe „Gillbach Stones“ gegründet, deren rasanter Mitgliederzuwachs buchstäblich den Namen „Rolling Stones“ tragen könnte, wenn das Label nicht bereits vergeben wäre. Bei den „Gillbach Stones“ handelt es sich denn auch nicht um eine Coverband oder einen Fanklub, sondern um ein im Frühjahr von England aus zunächst nach Norddeutschland übergeschwapptes Phänomen. Regine Hilgers, die Administratorin der Gruppe, hat es auf Langeoog kennengelernt und fand die Idee nach eigenem Bekunden so nett, dass sie auf die Facebook-Gruppe der „Elbstones“ stieß. Die Idee ist so simpel wie ganz offensichtlich erfolgsträchtig: Steine werden bemalt und ausgelegt, damit andere sie finden und sich freuen – und möglichst ihrerseits wieder an öffentlichen Stellen auslegen – wobei es natürlich auch erlaubt ist, einzelnen Steine zu behalten, wenn sie einem allzu gut gefallen. Ansonsten sollten die gefundenen Steine fotografiert und in Facebook eingestellt sowie anschließend weiter verteilt werden, wie dies etwa Marianne Keutgen aus Eckum und Ingrid Schmitz aus Evinghoven schon mehrfach getan haben.

„Stones“ von Ingrid Schmitz. Foto: Ingrid Schmitz/Ingriid Schmitz

Die Mitgliederentwicklung funktioniert ähnlich wie beim Schneeballsystem, auch wenn dem ein anderes Prinzip zugrunde liegt. Konnte zu Pfingsten die Grenze von 100 Mitglieder überschritten werden, ging es danach in hohem Tempo weiter: Bis gestern Nachmittag zählte die Gruppe Gillbach Stones 294 Mitglieder – etwa 65 davon stammen aus Rommerskirchen. Acrylfarben, Acrylstifte oder Edding sind ebenso geeignet, die Steine zu bemalen wie zuweilen auch Nagellack oder Kreidefarben. Damit die Farbe auch hält, sollte das kleine Kunstwerk zum Schluss noch einmal lackiert werden. Um den Bezug zu den „Gillbach Stones“ herzustellen, wird gebeten, die Rückseite zu beschriften.

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