Rommerskirchen: DRK-Rettungswache an B 477 nimmt den Betrieb auf

Rettungswache ist durchgängig besetzt : Die neue DRK-Rettungswache ist eingeweiht

Marcel Offermann vom DRK will eine „Vorzeige-Wache“ aus der neuen Einrichtung machen.

Sechseinhalb Jahre, nachdem der Rat die Einrichtung einer Rettungswache in Rommerskirchen gefordert hatte, wurde deren Gebäude gestern durch Pfarrer Norbert Müller und Pfarrer Thomas Spitzer eingeweiht.

„Mit der Wache tragen wir Sorge dafür, dass eine optimale rettungsdienstliche Versorgung für Rommerskirchen sichergestellt ist“, zeigten sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Martin Mertens über die Inbetriebnahme der Wache gleich neben der Feuerwehr an der B 477 erfreut. „Mit einer eigenen Wache ist Rommerskirchen nun kein weißer Fleck mehr auf der Rettungswachen-Landkarte, und die Eintreffzeit der Rettungskräfte wird sich wesentlich verkürzen“ betonte der Landrat. Weil im Ernstfall jede Sekunde zähle, sei „es wichtig, dass die Menschen auch in Rommerskirchen in möglichst kurzer Zeit vom Rettungswagen erreicht werden“, sagte Martin Mertens.

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Dietmar Mittelstädt, Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, zeigte sich dem Landrat gegenüber „sehr dankbar“, dass die Rettungswache durch das DRK betrieben werden kann, wie im Frühjahr nach einer europaweiten Ausschreibung endgültig feststand.

Die Wache wird 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag besetzt sein. Zehn Mitarbeiter sind im Schichtbetrieb im Einsatz. Jeweils ein Notfallsanitäter oder Rettungsassistent und ein Sanitäter als Fahrer sind stets präsent. Leiten wird die Rettungswache Marcel Offermann. Der erfahrene Rettungssanitäter räumt ein, sich „jahrzehntelang gedrückt“ zu haben, wenn es um ein hauptamtliches Engagement ging, doch das Angebot des DRK habe er angenommen: Zum einen, weil die Wache quasi vor seiner Haustür liege, andererseits, weil er seine Tätigkeit als bundesweit bekannter „Puppendoktor“ in Neuss fortsetzen könne. Allein 2018 habe er noch einige öffentlich-rechtliche Fernsehtermine, verrät Offermann. Fast alle Teammitglieder seien neu eingestellt worden. Zwei mit ihm befreundete, hauptamtliche Kräfte der Berufsfeuerwehr in Mönchengladbach habe er selbst für den neuen Job gewinnen können. „Wir haben einen sehr hohen Anspruch an uns und wollen eine Vorzeige-Wache werden. Die Rommerskirchener haben es verdient, eine adäquate medizinische Versorgung zu erhalten“, sagte Offermann hoch motiviert.