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Rommerskirchen: „Dötzdorf Allstars“ planen überraschend ihr Comeback

Musikszene Rommerskirchen : Die „Dötzdorf Allstars“ kehren zurück

Viereinhalb Jahre nach dem Aus für die Bluesband wollen die Mitglieder wieder gemeinsam auftreten.

Gut viereinhalb Jahre nach dem vermeinlichen Aus für die „Dötzdorf Allstars“ soll es ein Revival der wohl bekanntesten Rommerskirchener Band geben. „Am zweiten Weihnachtstag habe ich einen Anruf bekommen, und tags darauf haben wir uns in der Bäckerei Voosen getroffen“, erzählt Wilie Goergens, der 2003 Mitgründer und bis 2014 Frontmann der „Allstars“ war, die nach seinem damaligen Wohnsitz in Dötzdorf benannt wurden. Bei dem Gespräch der Bandmitglieder konnten die bisherigen Meinungsverschiedenheiten offenbar ausgeräumt werden.

Die Dötzdorf Allstars proben bereits bei Keyboarder Jakob „Köbi“ Knöchel in Eckum und wollen voraussichtlich am 5. April im Grevenbroicher „Café Kultus“ ihr erstes Konzert seit der Trennung 2014 geben. Mit dabei sind auch wieder Schlagzeuger und Sänger Detlef Wilkomm, Bassist Bernd Strefling sowie Wolfgang Klaes mit der Mundharmonika.

Mit der anders besetzten „Ur-Formation“ der „Dötzdorf Allstars“ hatte Goergens im September 2014 beim Frixheimer Sommer das letzte Konzert gegeben. Die „Allstars“, die in Spitzenzeiten auf gut 50 bis 60 Auftritte kamen – insbesondere im Köln- Bonner Raum bis nach Jülich und Aachen –, hatten 2011 zwei CDs veröffentlicht. 2012 legten sie eine gut anderthalbjährige Pause ein und feierten im November 2013 im Knechtstedener Klosterhof ein Comeback, das sich als recht kurzzeitig erweisen sollte. Goergens, selbst ernannter „Bürgermeister von Dötzdorf“, hat der „Amtsbezeichnung“ inzwischen den Zusatz „im Grevenbroicher Exil“ hinzugefügt: Auch wenn er nun in der Schlossstadt wohnt, hat er nicht alle Brücken zu Rommerskirchen abgebrochen, wo der 57-Jährige 47 Jahre lang lebte. Außer in Eckum probt Willie Goergens mit den Mitgliedern seiner anderen Band „They play the Blues“ auch regelmäßig in Butzheim. Zudem tritt er mit „Kultus“-Leiter Stefan Wehlings unter dem Logo „For the Sake of the Song“ auf. Der Name des Duos ist Programm: Blues-Experte Goergens schätzt es, wenn die Zuschauer Konzerte der Musik wegen besuchen und sie nicht als Hintergrundgeräusch beliebiger Events wahrnehmen.

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Mit zehn hat er seine erste Band gegründet und war in jüngeren Jahren sogar in Tanzkapellen aktiv, woran er heute nur noch mit Abscheu zurückdenkt. Mit seiner dritten Band „The Jesus Christ Experience“ trat Willie Goergens vor zwei Monaten im Dormagener „Pink“ auf. Angesichts seiner vielen anderen  Beschäftigungen will der passionierte Musiker mit den „Dötzdorf Allstars“ indes nicht an die Zeiten anknüpfen, an denen sie nahezu jedes Wochenende auf Tour waren.