Rommerskirchen. Der "Frixheimer Sommer" ist gestartet

Konzerte im Garten der Kreuzkirche : Musikalische Samstage in Frixheim

Mit der Band „Flexible Tones“ startete am Samstag der Frixheimer Sommer an der Kreuzkirche.

Pfarrer Thomas Spitzer hat sich für die Ferien wieder einmal viel einfallen lassen. Fünf Mal noch wird es an den kommenden Samstagen an der Kreuzkirche sommerlich musikalisch unterlegt, locker-feierlich und gesellig zugehen. Den Anfang hat am Samstag die Sinnersdorfer Band „Flexible Tones“ gemacht. Deren Name ist Programm, denn die sechsköpfige Rock- und Karneval-Coverband hat eine ganze Menge zu bieten. Vor allem ist es unangestrengte Musik, die gefällt, weil die Combo bekannte Songs aufgreift und auf eine sehr eingängige Weise überbringt. Das macht auf der Bühne schon was her: Trompete, Saxophon, zwei Gitarren, Keyboard, Bass und Drums, ergänzt und abgerundet durch zwei Vocals und ein Background Vocal.

Zum 50-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde 2011 hat Thomas Spitzer die Idee des Frixheimer Sommers aus dem Hut gezaubert. Es mag überraschen, aber es sollte ganz entschieden kein Gottesdienst im üblichen Sinn sein, sondern ausdrücklich „eine Belebung des sozialen und kulturellen Lebens im Dorf“. Jeweils drei Stunden an Samstagen treffen dort evangelische und katholische Christen zusammen, finden sich Muslime ein, auch Nichtgläubige sind willkommen. Der familiäre Touch ist überall sichtbar, nicht zuletzt auf dem betreuten Kinderspielplatz hinter der Kirche. Mit Songs von Joe Cocker, Westernhagen, BAP, Mike & The Mechanics und Karnevalsliedern von Brings bis Klüngelköpp gelang die klangvolle Einstimmung. Wer wollte, konnte sich ohne weiteres anhaltend dem Gespräch mit seinen Tischnachbarn widmen oder dem Imbiss mit Kaffee und Kuchen oder deftigeren Pommes frittes mit Bratwurst und kölschem Bier. Bis zu 300 Besucher wurden an diesem Nachmittag erwartet, und da wurden dann aber auch schon die Sitzplätze knapp.

Petrus meinte es gut mit den Feiernden auf dem Kirchplatz, denn statt des zuvor angekündigten Blitz- und Donnerwetters mit Platzregen blieb es zunächst lange trocken und angenehm temperiert. Die Band spielte natürlich gern und gratis, und darüber hinaus sorgten die vielen rührigen Ehrenamtlichen dafür, dass die Feierlichkeit wie am Schnürchen ablief.

„Frixheim ist heute der Nabel der Welt“, konstatierte Pfarrer Thomas Spitzer, und da mochte ihm auch niemand widersprechen, als Geselligkeit und Gemütlichkeit so richtig Fahrt aufgenommen hatten. „Das hört sich klasse an“, erscholl der Ruf eines Besuchers. „Wir spielen die Stücke, die uns gefallen“, kündigte ein Sprecher der Band an, der sich seiner Sache sicher war, damit auf viele Gleichgesinnte zu treffen.

Und wie wichtig gelebtes Gemeinschaftsgefühl sein kann, erhellte aus einer Aufforderung der Band an die Besucher, das Handy einmal auszustellen und Kontakte aufzunehmen. Besucher Dirk Hackenbroich griff die Tipps gern auf. „Gehören Sie zur Gemeinde?“, lautete die Frage. „Ja“, die Antwort. „Sind Sie evangelisch?“ „Nein, katholisch.“ Ihm gefalle hier vor allem das Ambiente. Vergleichbares habe er noch nie erlebt. Tischnachbarin Magdalene gefällt es auch ziemlich gut: „Hier ist es wirklich sehr gemütlich. Man trifft sich mit Bekannten und wird gut versorgt.“

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