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Rommerskirchen: Das Bürgerbüro ist jetzt ein Wohlfühlort

Nach Umbau : Das ist das neue Bürgerbüro in Rommerskirchen

Rund 50.000 Euro hat die Gemeinde in den Umbau der in die Jahre gekommenen Räume investiert. Auch neues Mobiliar wurde angeschafft. Als nächstes wird das Standesamt verschönert.

Es war eines der Ziele, die Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens schon kurz nach seinem Amtsantritt vor sechs Jahren ins Auge gefasst hatte: Das Rathaus soll sich moderner und bürgerfreundlicher präsentieren, der Service soll verbessert werden. Einen wichtigen Schritt hin zur Umsetzung dieses Vorhabens können der Verwaltungschef und die Dezernenten Hermann Schnitzler und Elmar Gasten jetzt vorzeigen. Der Umbau des Bürgerbüros, das im alten Teil der Verwaltungszentrale beheimatet ist, ist fast abgeschlossen.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wo bis vor kurzem manches noch an die typischen Amtsstuben der 1960er Jahre erinnerte, herrscht nun Wohlfühl-Atmosphäre. Alles wirkt deutlich offener und ansprechender. Wiebke Gless, die am Donnerstag beim Pressetermin Dienst hatte, und ihre Kollegen sitzen nun in hellen, freundlichen und geschmackvoll eingerichteten Räumen.

Wände sind herausgerissen oder versetzt worden, es wurde neues Mobiliar angeschafft, Eingänge sind verlegt worden, und vor allem sich die Situation für die Wartenden stark verbessert. Die mussten bis vor kurzem im spärlich beleuchteten, schlauchförmigen Flur sitzen, der nun für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist, sondern nur noch für die Rathaus-Mitarbeiter. Die Wartezone für Besucher befindet sich jetzt gleich hinter der großen Schiebeeingangstür des alten Rathaustraktes, wo eine Art Foyer geschaffen wurde. Mehr Licht und mehr Platz erwarten nun die Rommerskirchener, die etwas im Bürgerbüro zu erledigen haben.

Rund 50.000 Euro hat die Gemeinde nach Mertens’ Angaben in die im Frühjahr beschlossene und nun umgesetzte Umgestaltung  investiert – zum Einen für die Mitarbeiter, vor allem aber, damit sich die Bürger wohlfühlen. Schließlich ist das Bürgerbüro die Einrichtung im Rommerskirchener Rathaus, die erfahrungsgemäß am stärksten frequentiert wird. „Ich schätze mal, dass 90 Prozent der Rathausbesucher dorthin gehen, die Masse der Kundenkontakte wird dort abgewickelt“, sagte Martin Mertens.

Erst im Juni hatte die Gemeinde im Zuge der Attraktivierung der Verwaltungsräume ihr neues Familienbüro präsentiert. Die drei Räume mit eigenem Seiteneingang im Erdgeschoss des Rathauses an der Bahnstraße sind auch barrierefrei zu erreichen. Fünf Mitarbeiter arbeiten in den drei Büros, mit viel Platz für Ratsuchende aus den Bereichen Kindertagesstätten, Schule, Jugend und Familie. Vorteile: kürzere Wege und eine zentrale Anlaufstelle für diese familiennahen Themen. Sogar auf die etwas altmodische Bezeichnung „Amt für Schule, Kinder und Jugend‘ wurde verzichtet, weil der Begriff „Familienbüro“ als zeitgemäßer empfunden wurde.

Mit der Einrichtung des zentralen Familienbüros und der Umgestaltung des Bürgerbüros will man es im Rommerskirchener Rathaus noch nicht bewenden lassen. Martin Mertens kündigte den nächsten Schritt an: Im kommenden Jahr sollen die Handwerker anrücken und auch das Standesamt verschönern. Das eigentlich schon jetzt ansehnliche Trauzimmer soll vergrößert werden, indem Wände entfernt werden. Im Eingangsbereich soll es außerdem eine Bürgerinformation mit einem modernen Empfangsbereich geben. In Kürze abgebaut wird der Notbehelf-Schalter, an dem sich Rathausbesucher auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie im Frühjahr anmelden mussten.