Rommerskirchen-Butzheim: Neue DRK-Station bald Lehrrettungswache

Rommerskirchen: Bislang 366 Einsätze: DRK-Station wird bald Lehrrettungswache

Gut 100 Tage ist die DRK Rettungswache an der B 477 in Betrieb. Die Zahl der Einsätze ist gestiegen.

Erst knapp 100 Tage ist die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gleich neben dem Feuerwehrhaus des Löschzugs Nettesheim inzwischen in Betrieb. Trotz dieser relativ kurzen Zeit befindet sie sich derzeit im Anerkennungsverfahren als Lehrrettungswache. Dort können dann Notfallsanitäter ihre praktische Ausbildung absolvieren. Marcel Offermann, der Leiter der Rettungswache, ist optimistisch, dass dieses Verfahren noch in diesem Jahr abgeschlossen sein wird.

366 Einsätze hat das in zwei jeweils zwölfstündigen Schichten tätige, zehnköpfige Team bisher bestritten, davon auch manche umsonst. Was nicht bedeutet, dass ein Unfallopfer bereits verstorben war, sondern lediglich, dass die Wache zunächst alarmiert wurde, den Einsatz dann aber abbrechen konnte, weil doch noch ein näher stationierter Rettungswagen die Fahrt vornehmen konnte. Was Offermann, Dennis Friederichs und seinen Mitstreitern im ersten Vierteljahr besonders positiv aufgefallen ist, ist die „gute hausärztliche Versorgung“, wie Offermann sagt. Gut dokumentierte Medikamentierungen würden bei nahezu allen Patienten aufgefunden, was den Sanitätern ihre Arbeit wesentlich erleichtere.

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Wöchentlich mehrfach fährt der DRK-Rettungswagen die beiden Seniorenhäuser St. Elisabeth und „carpe diem“ an, und auch die theoretisch möglichen „Grenzübertritte“ hat es schon gegeben: Weil der Rettungstransporter jeweils der am ehesten zu erreichende war, rückte er jeweils ein Mal nach Stommeln wie nach Bergheim aus.

Hochzufrieden sind die Sanitäter mit ihrem vor gut einem Monat in Dienst gestellten Rettungswagen, der hinsichtlich der technischen Ausstattung „ein Vorreiter“ in der Region sei, wie Offermann erzählt. Demnächst mit zwei statt einem Rettungsrucksäcken ausgestattet, kann das DRK-Team über ein brandneues EKG und ein Beatmungsgerät verfügen. Laien eher unbekannt ist ein Knochenmarkpunktionsbohrer, mit dem Marcel Offermann eingestandenermaßen lieber arbeitet als Dennis Friederich: Der Bohrer wird benutzt, wenn Patienten zu schlechte Venen haben und kommt gut zehn Mal jährlich zum Einsatz. Für Bürgermeister Martin Mertens zeigen die bisherigen Einsatzzahlen, „dass sich das massive Engagement für eine Rettungswache in Rommerskirhen gelohnt hat.“

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