Rommerskirchen- Bürgermeister und Grüne gegen "Schotterwiesen"

Ökologie in Rommerskirchen : „Schotterwiesen“ sollen verringert werden

Wie es Bündnis 90/Die Grünen angesichts der in etwas mehr als einem halben Jahr bevorstehenden Kommunalwahl in der Bürgermeisterfrage halten wollen, spielt natürlich auch bei deren anstehender Mitgliederversammlung am Donnerstag, 13. Februar, eine Rolle.

Bei dem um 19.30 Uhr in der Gaststätte Haus Schlömer beginnenden Treffen wollen die Grünen jedenfalls auch die in den vergangenen Monaten mit Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens geführten Gespräche bewerten.

Wie berichtet, trägt sich die Öko-Partei seit gut einem Jahr mit dem Gedanken, einen eigenen Kandidaten, vorzugsweise eine Kandidatin für den Chefsessel im Rathaus zu nominieren, ohne bislang fündig geworden zu sein. Bisher hatten die Grünen stets die SPD-Bürgermeister Albert Glöckner und Martin Mertens unterstützt – was gleichfalls eine Option sein könnte.

Zu einem der vierteljährlich üblichen Treffen kamen Nikolas Uerlings und Regina Küpper, das neu gewählte Führungsduo der Grünen, sowie Fraktionsvize Norbert Wrobel jetzt mit der Verwaltungsspitze zusammen. Eines der zur Diskussion stehenden Themen war die Renaturierung bestehender kommunaler Flächen. Bereits 2017 hatte der grüne Fraktionschef Jupp Kirberg in seiner Haushaltsrede kritisch auf die um sich greifende Gestaltung von potenziellen Grünflächen mit Schotter hingewiesen. „Die meisten Ratsmitglieder haben das Problem zunächst nicht erkannt. Kurz darauf war ‚Verschotterung‘ landauf,landab ein Thema. Alle Medien hatten Schotter auf der Agenda.“ sagt Kirberg im Rückblick.

Nun, drei Jahre, zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu abnehmenden Insektenpopulationen und verschiedene Ratsanträge später hat dieses Thema derart an Aktualität und Dringlichkeit gewonnen, dass es Bestandteil des jetzigen Meinungsaustauschs wurde.

„Die ‚Verschotterung‘ von Vorgärten und kommunalen Flächen lässt den ohnehin angeschlagenen Insektenpopulationen vor Ort noch weniger Möglichkeiten zur Fortpflanzung, Überwinterung und Nahrungssuche. Das ist ein Umstand, bei dem die Gemeinde eine aktive Vorreiterrolle einnehmen kann und muss“, so die Grünen.

Diese Ansicht der Grünen teilt auch Martin Mertens. So sollen zur nächsten Pflanzperiode im Frühjahr die ersten kommunalen Flächen schrittweise mit Blühwiesen renaturiert und zugleich biologisch unnütze Schotterflächen dezimiert werden.