Rommerskirchen: Beförderungen bei der Feuerwehr

Rommerskirchen : Deutlich weniger Brandeinsätze für die Feuerwehr

Die Zahl hat sich gegenüber 2018 fast halbiert. Mitglieder wurden befördert und geehrt.

Auch wenn auf die Freiwillige Feuerwehr in den verbleibenden sechs Wochen des Jahres nur noch Routineeinsätze warten sollten: An der trocken-lakonischen Gesamtbilanz von Gemeindebrandinspektor Werner Bauer würde auch dies nichts mehr ändern können. „Es war nicht immer schöne Arbeit“, lautet das Fazit des Rommerskirchener Feuerwehrchefs: Angesichts von Einsätzen, die sich aufgrund von Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten dürfte Bauer bei seinen Feuerwehrkameraden keinen Widerspruch finden.

Erst vergangene Woche wurde eine Porschefahrerin bei einem Unfall mit einem Traktor schwer verletzt, während am 21. Oktober auf dem Eckumer Bahnhof ein Toter auf einem Waggon geborgen werden musste. Bürgermeister Martin Mertens nennt unter anderem zwei Einsätze im April, wo ein Motorradfahrer über eine Leitplanke geschleudert worden war oder später ein schwerer Hausbrand an der Evinghovener Fichtenstraße gelöscht werden musste.

Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr bisher 154 Einsätze bestritten (im Vorjahr waren es im Vergleichszeitraum 163). Nur 23 Mal musste die Feuerwehr wegen eines Brands ausrücken (Vorjahr: 43 Einsätze), während 108 Mal technische Hilfeleistungen nötig waren (2018; 120).

 Hinzu kommt die neue Kategorie der „sonstigen Einsätze“, die die Ehrenamtler in 22 Fällen zu bestreiten hatten. Darunter werden Fehlalarme von Brand- oder Hausrauchmelder registriert. Auf eine besondere Einsatzform weist Kreisbrandmeister Norbert Lange hin: So demonstrierte eine Mutter ihrem kleinen Sohn, wie der Notruf 112 funktioniert, weil ein Igel unter einem Maschendrahtzaun eingeklemmt war. „Noch vor 20 Jahren hätte es genügt, den Maschendrahtzaun mit der Fußspitze anzuheben“, merkte Lange an. Lob gab es von Lange fürs Rathaus und die Feuerwehrleute, die mit Blick auf die Soll-Stärke „gut nachgeholt“ hätten. Zu der fehlen angesichts von aktuell 142 Aktiven (darunter elf Frauen) in den fünf Löschzügen der Gemeinde nur noch zwei weitere Feuerwehrleute.

Daran, dass die Feuerwehr der Gemeinde auch künftig lieb und teuer bleiben wird, lässt der Bürgermeister keinen Zweifel: Bei der Ratssitzung am 28. November werde der Auftrag für ein Löschfahrzeug 20 KatS vergeben, das beim Löschzug Nettesheim stationiert werden soll. Bereits bestellt ist ein knapp 300.000 Euro kostendes Tanklöschfahrzeug für den Löschzug Rommerskirchen. In Widdeshoven wurde im August ein über 300.000 Euro teures Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt. Vergleichsweise günstig nehmen sich da die Ausgaben von rund 30.000 Euro aus, die für zehn Atemschutzgeräte, 20 Masken und einen Satz der nötigen Schutzkleidung fällig wurden.

Beim erstmals in der Ansteler Schützenhalle gefeierten Ehrenabend für die Feuerwehr gab es auch zahlreiche Beförderungen: Norbert Koch vom Löschzug Rommerskirchen ist nun Gemeindebrandinspektor, während Daniel Krey vom Löschzug Nettesheim seinen Dienst fortan als Brandoberinspektor versieht. Neue Hauptbrandmeister sind Christian Lente und Michael Leven. Dietmar Kallus ist neuer Oberbrandmeister, Carsten Schulz und Peter Koenen sind neue Brandmeister der örtlichen Feuerwehr. Angesichts von 35 Jahren aktiven Diensts gab es eine Ehrung des NRW-Innenministeriums für Werner Bauer, Michael Wunderlich und Frank Engels. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst würdigte das Ministerium Thomas Baus. 50 Jahre Mitglied in der Feuerwehr sind Michael Schäben und Heinz Koenen, während Heiner Haesters es auf 40 Jahre bringt.

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