Rommerskirchen auf der Expo Real 2023 „Die Giller Höfe werden kein ,Reichen-Quartier’“

Rommerskirchen/München · Das Neubaugebiet „Giller Höfe“ war einer der Schwerpunkte des Rommerskirchener Auftritts bei der Immobilienmesse Expo Real in München. In einer veränderten Marktlage steigt das Interesse auch an gefördertem Wohnungsbau. Was das für das Projekt bedeutet.

 Für Rommerskirchen auf der Expo Real (v.l.): Dezernent Ulrich Baum, Bürgermeister Martin Mertens, Franziska Velder, Wirtschaftsförderung, und Amtsleiter Niklas Salzmann.

Für Rommerskirchen auf der Expo Real (v.l.): Dezernent Ulrich Baum, Bürgermeister Martin Mertens, Franziska Velder, Wirtschaftsförderung, und Amtsleiter Niklas Salzmann.

Foto: Frank Kirschstein

Rund 220 neue Wohneinheiten, was für eine Großstadt wie Neuss schön, aber nicht außergewöhnlich wäre, ist für Rommerskirchen ein Bauvorhaben XXL. Nach Jahren der Vorbereitung steht das Projekt „Giller Höfe“ an der Bergheimer Straße jetzt kurz vor der Umsetzung. Auf der Expo Real, der Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen in München, macht die Delegation aus Rommerskirchen die „Giller Höfe“ deshalb zu einem Schwerpunkt ihrer Gespräche. „600 bis 800 Menschen könnten in dem Quartier ein neues Zuhause finden“, sagt Bürgermeister Martin Mertens. „Und das in Gebäuden und in einer Struktur, die neuesten ökologischen Standards und auch besten Voraussetzungen für ein gutes Miteinander der Bewohner entspricht“, ergänzt Niklas Salzmann, Amtsleiter Planung, Gemeindeentwicklung und Mobilität.

Rhein-Kreis Neuss auf der Immobilienmesse Expo Real 2023 - Fotos
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Der Rhein-Kreis Neuss auf der Expo Real 2023

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Bis Ende 2023 soll der Bebauungsplan beschlossen sein. Unmittelbar danach können die ersten Grundstücke verkauft werden. 2024 sollen die Erschließungsmaßnahmen stattfinden. Im Laufe des Jahres 2025 könnten die ersten Häuser bezogen werden.

Auf der Expo Real suchte die Delegation aus Rommerskirchen Kontakt zu Unternehmen, die für die Umsetzung infrage kommen könnten. „Das war in der Vergangenheit gar nicht so einfach, denn wir haben uns vorgenommen, dass rund ein Drittel der Wohnungen preisgedämpft und gefördert sein sollen“, sagt Mertens. Bei dieser Anforderung hätten früher viele Unternehmen abgewunken.

In Boomzeiten mit niedrigem Zinsniveau und geringer Förderung des sozialen Wohnungsbaus galten solche Projekte als wenig lukrativ. „Doch das ändert sich“, sagt Dezernent Ulrich Baum. Angesichts höherer Zinsen aber auch verbesserter Wohnungsbauförderung gingen plötzlich Türen bei Bauträgern auf, die bislang fest verschlossen schienen. Das Interesse an den Giller Höfen sei groß – „allein dafür hat sich die Fahrt nach München gelohnt“, sagt Franziska Velder, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung.

Entstehen soll ein bunter Mix aus freistehenden Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen, kombiniert mit einer Kindertagesstätte, vielleicht Konzepten für Mehrgenerationenwohnen, Gemeinschaftsflächen. „Das wird kein ,Reichenquartier’“, sagt der Bürgermeister. Natürlich entdeckten viele Menschen aus Köln das Umland als neuen, bezahlbareren Wohnstandort. Die Giller Höfe seien dennoch vor allem für Menschen aus Rommerskirchen und Umgebung gedacht, denn die Nachfrage nach Grundstücken und Wohnungen sei auch unter wirtschaftlich schwierigeren Bedingungen ungebrochen. Salzmann hat die Zahlen dazu: „Waren es früher 100 Bewerber pro Grundstück, sind es jetzt immer noch um die 70.“

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