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Rommerskirchen: Archäologieexperte Manfred Hundt ist tot

Trauer um Manfred Hundt : Der Archäologieexperte von Rommerskirchen ist gestorben

Manfred Hundt verfügte über einschlägige Kenntnisse. 1981 wurde er Bodendenkmalbeauftragter für Rommerskirchen. Sein Tod kam überraschend.

Im Alter von 85 Jahren ist kürzlich Manfred Hundt unerwartet verstorben. Hundt war über Jahrzehnte hinweg  der Experte für archäologische Fragen in Rommerskirchen schlechthin.

Dabei war eigentlich der Tauchsport Hundts großes Hobby, und gerade durch diesen stieß er Mitte der 1960-er Jahre auf seine zweite große Passion: Im Mittelmeer machte der gebürtige Kölner so manchen Fund, ob es sich nun um alte Münzen oder andere Überbleibsel vergangener Zeiten handelte. Genaue Aufklärung holte sich Manfred Hundt im Römisch-Germanischen Museum, wobei ihn dessen damaliger Leiter Professor Otto Doppelfeld für die Archäologische Gesellschaft gewinnen können. In der wurde der gelernte Export-Kaufmann Hundt zu einem versierten Kenner der Archäologie: Seit 1970 ehrenamtlicher Mitarbeiter des Rheinischen Amts für Bodendenkmalpflege, war er seit 1981 Beauftragter für die Bodendenkmäler in der Gemeinde Rommerskirchen, wo er seit 1978 mit seiner Frau lebte.

Sämtliche Ausgrabungen, die seither am Gillbach erfolgt sind, hat Manfred Hundt begleitet.  Bei der Entwicklung von Baugebieten war seine Meinung stets gefragt.

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Sein umfangreiches Fachwissen hat auch Eingang in zwei Bücher gefunden. 1996 erschien „Das Erbe der Römer am Gillbach“ aus Hundts Feder, 2011 veröffentlichte er „Rom in Rommerskirchen“. Mit seiner Anregung von 2015, in Rommerskirchen gefundene Exponate auch vor Ort sichtbar zu machen, hatte Hundt in diesem Sommer Erfolg: Das archäologische Fenster im Neubaugebiet Steinbrink zeigt ein Teilstück des römischen Kanals, der eben dort gefunden wurde.

Bürgermeister Martin Mertens, wie Manfred Hundt auch Senator der Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß Rommerskirchen, nennt den passionierten Archäologen „einen der wichtigsten Kenner der Vorgeschichte des heutigen Rommerskirchen. Jemanden, der es in dieser Hinsicht mit Manfred Hundt aufnehmen könnte, werden wir leider so bald nicht mehr erleben“.

(NGZ)