Rommerskirchen- Alarmanlagen in Schulen und Kitas

Sicherung in Rommerskirchen : Neue Alarmanlagen für Schulen und Kitas

Drei Einbrüche in den vergangenen Wochen brachten wenig Beute für die Diebe und einen beträchtlichen Sachschaden für die Gemeinde.

Als die Mitarbeiter der Verwaltung am Montagabend nach dem Ortsteilgespräch die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim verließen, vergewisserten sie sich noch einmal eingehend, ob die Alarmanlage eingeschaltet worden war.

Aus gutem Grund: Vor genau einem Monat war hier nämlich eingebrochen worden, Anfang August suchten Einbrecher dann in einer Nacht die Gillbachschule in Rommerskirchen ebenso wie die Kindertagesstätte „Abenteuerland“ in Anstel heim. Die Methode war immer die selbe: Nach Erkenntnisse der Polizei wurden durchweg die Fenster aufgehebelt. Gestohlen haben die Einbrecher – soweit bekannt wurde – nichts.

Die Gemeinde will Einbrechern das Leben trotzdem zumindest erschweren und hat daher die drei Grundschulen und ihre Kindergärten mit neuen Alarmanlagen ausgestattet.

„Einbrüche in Schulen, aber auch in Kindergärten, kommen immer wieder mal vor“, kommentiert Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens die misslichen Vorfälle, die sich im Durchschnitt „ein bis zwei Mal im Jahr“ ereigneten. „Es stellt sich die Frage, was die Einbrecher dort suchen. Neben Einrichtungsgegenständen, Spiel- und Bastelmaterial befinden sich in den Gebäuden keinerlei Wertsachen, die für die Einbrecher interessant sein könnten“, sagt der stellvertretende Rathaussprecher Maximilian Hoffmeier.

Bargeld lagert in den Gebäuden der Gemeinde nach den Worten von Hoffmeier grundsätzlich nicht, „da hier keine Barkassen geführt werden“. Auch wenn „nur“ Fenster, Türen oder Schränke aufgebrochen werden, ist der Schaden, der hierdurch entsteht, fast durchweg „nicht ganz unerheblich“, wie Martin Mertens sagt. Der Bürgermeister glaubt nicht, dass derartige Einbrüche von Profis vorgenommen werden. Die zu erwartende Beute stehe bei nüchterner Risikoabwägung in keinem Verhältnis zur Möglichkeit, erwischt zu werden: „In den Schulen und Kindergärten ist doch nichts zu holen außer Scheren und Bastelunterlagen“, sagt er.

Die neuen Alarmanlagen sind nach den Worten des Bürgermeisters „hochsensibel eingestellt“ und würden natürlich mit Bewegungsmeldern ergänzt. „Damit ist ein Einbruch nicht nur zwecklos, sondern es wird auch sofort ein Alarm ausgelöst“, sagt Martin Mertens.

Dass Einbrecher in Schulen oder Kindergärten gefasst werden, ist eher selten, wobei die Chancen dann am besten stehen, wenn die – zumeist durch Zeugen alarmierte – Polizei sie noch auf frischer Tat ertappt. Mögliche Zeugen, die in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli an der Frixheimer Grundschule oder in der Nacht vom 1. auf den 2. August an der Gillbachschule oder dem „Abenteuerland“ Verdächtiges bemerkt haben, werden gebeten, sich unter 02131 3000 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

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