Rommerskirchen - 2020 soll es auch in Oekoven einen Memoriamgarten geben

Friedhöfe in Rommerskirchen : 2020 soll es auch in Oekoven einen Memoriamgarten geben

Memoriam-Gärten sind seit einigen Jahren ein Aspekt der sich wandelnden Friedhofskultur. Bereits im Frühjahr 2020 könnte solch ein Garten auch in Oekoven eröffnet werden.

Wie kleine Gärten gestaltet, bilden Gräber und die Rahmenbepflanzung eine harmonisch gestaltete Einheit und heben sich von der gewohnten Bestattungspraxis in Reihengräbern ab.

Besonderen Zuspruchs erfreuen sich Memoriam-Gärten offensichtlich in Rommerskirchen. Auf dem Friedhof in Nettesheim wurde im April 2014 der erste eröffnet, im August 2016 folgte in Rommerskirchen  der zweite, und im Frühjahr 2020 soll in Oekoven der nächste Memoriam-Garten eröffnet werden. Den Weg hierfür geebnet hat kürzlich der auch für die Friedhofsverwaltung zuständige Bauausschuss mit einem einstimmigen Beschluss.

Umsetzen wird ihn einmal mehr das Blumencenter Krüppel aus Allrath, das auch die Felder in Nettesheim und Rommerskirchen gestaltet hat und eine Pionierrolle in Sachen Memoriam-Gärten spielt: „In Nettesheim haben wir damals den kreisweit ersten Memoriam-Garten eröffnet“, sagt Bernhard Krüppel.

In Oekoven steht nach Auskunft von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert ein freies Grabfeld  zur Verfügung.  Wie viele Grabstellen  angelegt werden können, ist derzeit noch offen und hängt neben der Größe des Felds auch von der konkreten Gestaltung des Memoriam-Gartens ab.

„Das Feld ist in jedem Fall etwas kleiner als in Nettesheim“, sagt Bernhard Krüppel.  Zum Vergleich: Mit gut 2000 Quadratmetern ist der Memoriam-Garten in Rommerskirchen etwa doppelt so groß wie der in Nettesheim. Details wird  Krüppel kommende Woche mit Rudolf Reimert besprechen. Er ist zuversichtlich, dass bei passablen Witterungsbedingungen im Herbst und Winter der Memoriam-Garten im Frühjahr 2020 eröffnet werden kann. Und wie steht es um die beiden anderen Friedhöfe in Hoeningen und Evinghoven? Konkrete Pläne gibt es hier noch nicht, doch Reimert zufolge wäre der Hoeninger Friedhof durchaus geeignet, um dort auch einen Memoriam-Garten anzulegen. Zu klein sei allerdings der Friedhof in Evinghoven.

Ein Kuriosum am Rande: Memoriam-Gärten sind in gewisser Hinsicht der größte Erfolg, den die FDP im Rat jemals erzielen konnte. Für den Antrag der damaligen FDP-Fraktionschefin Alice Osswald stimmten 2012 auch alle anderen Ratsmitglieder. Kaum jemals zuvor und seither auch nicht mehr wurde ein FDP-Antrag im Rat einstimmig angenommen. Wobei die Liberalen damals nicht viel von ihrem Triumph hatten. Als der Memoriam-Garten in Nettesheim 2014  eröffnet wurde, gab es im Rat keine FDP mehr, und Alice Osswald gehörte bereits der CDU an. Angeworben wurde sie u.a. vom damaligen CDU-Fraktionschef Stephan Kunz, der diese Funktion heute in der FDP wahrnimmt.

Mehr von RP ONLINE