Rheinisches Sixpack: Rommerskirchen will keinen regulären Geschäftsführer

Rheinisches Sixpack in Rommerskirchen : „Hauptamtler“ sorgt für Irritationen

Die Diskussion um einen „Hauptamtler“ für das „Rheinische Sixpack“ sorgt für Irritationen.Das „Rheinische Sixpack“ betont, keinen zusätzlichen Posten schaffen zu wollen.

Die Diskussion um einen „Hauptamtler“ für das „Rheinische Sixpack“ der Städte und Gemeinden Bedburg, Bergheim, Elsdorf , Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen sorgt bei diesen, aber auch beim Rhein-Kreis Neuss für Irritationen. Die hypothetisch genannten 100.000 Euro für einen Geschäftsführer hat auch die Kommunalaufsicht des Rhein-Kreises Neuss auf den Plan gerufen, wie der Rommerskirchener Rechtsamtsleiter Gregor Küpper bestätigt. Die Arbeitsgemeinschaft soll auf der Basis eines Vertrags arbeiten, dessen Entwurf dem Rhein-Kreis vorliegt, und den die Räte beschließen sollen. Dort ist von 30.000 Euro die Rede. Der Rhein-Erft-Kreis hat seine Billigung bereits schriftlich mitgeteilt, während der Rhein-Kreis sie mündlich in Aussicht gestellt hat, wie Küpper sagt.

Wie Rathaussprecher Elmar Gasten angibt, „wird kein ,Geschäftsführerposten’ geschaffen, der schnell mit einem Dienstwagen und sonstigen Annehmlichkeiten in Verbindung gebracht wird.“ Gasten zufolge „beschließen die Räte der Mitgliedskommunen also nicht über einen ,Posten’, sondern über die Gesamtkosten von 5000 Euro je Kommune und Jahr.“ Die sich aus der Arbeit des Sixpack ergebenden Aufgaben „wurden in den jeweiligen Kommunen bislang mit Bordmitteln gestemmt. Es zeichnet sich ab, dass dies auf Dauer nicht tragfähig ist“, so Gasten. Die interkommunale Zusammenarbeit soll durch die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft verfestigt werden. Darüber wird der Rat in Rommerskirchen bereits am Donnerstag beraten und entscheiden.

Durch eine hauptamtliche Struktur werden „keine großartigen Kosten“ ausgelöst, sagt Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen. „Jede Kommune gibt 5000 Euro, wir werden das entsprechend organisieren“, weiß Krützen sich mit seinem Kollegen Martin Mertens durchweg einig. Für die „Geschäftsführungs-Person“ werde niemand zusätzlich eingestellt. „Die sechs Kommunen werden das verwaltungsintern vornehmen“, sagt Krützen. Ein Mitarbeiter aus einem der Rathäuser könnte mit der Aufgabe betraut werden.

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