Rheinisches Sixpack legt Konzept zum Strukturwandel vor

Rommerskirchen im „Rheinischen Sixpack“ : Kommunales Konzept zum Strukturwandel

Das Papier für die Kohlekommission legt die Schwerpunkte der regionalen Kooperation dar.

Die sechs Städte und Gemeinden, die sich im Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ zusammengefunden haben und zu denen neben Rommerskirchen noch Bedburg, Bergheim, Grevenbroich, Jüchen und Elsdorf gehören, haben sich mit der Zeit nach dem Braunkohleausstieg befasst. Aus den Überlegungen hervorgegangen ist ein sogenanntes „integriertes Handlungskonzept“,  das der von der Bundesregierung eingesetzten „Kohlekommission“ (Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung) vorgelegt werden soll. Das teilte Dezernent Elmar Gasten von der Gemeinde Rommerskirchen jetzt mit.

„Wir benötigen personelle und finanzielle Ressourcen, um Konzepte weiter zu entwickeln und Projektideen zur Umsetzungsreife zu bringen“, schreiben Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens und seine fünf Amtskollegen an die Mitglieder der Kommission. So könnten zum Beispiel Experimentierräume für wissensorientierte Dienstleistungen und technologiebasierte Produkte mit Schnittstellen zu Universitäten und Fachhochschulen geschaffen und innovative Wege bei der Bereitstellung von Siedlungsflächen für neue Wohnformen beschritten werden. Dazu könnten auch neue Verkehrsinfrastrukturen und Mobilitätskonzepte für die Anbindung an die umliegenden Oberzentren gehören. Und die Bürgermeister sind sich einig: „Der präventive Strukturwandel muss jetzt angegangen werden, dazu wollen wir auch mit der Wirtschaft vor Ort im Dialog bleiben.“

Der Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ wurde im Jahr 2014 von der Gemeinde Rommerskirchen und von der Stadt Bedburg initiiert. In den beiden Jahren bis 2016 folgten dann auch die Kommunen Bergheim, Grevenbroich, Jüchen und Elsdorf. Gemeinsam bilden sie einen regierungsbezirksübergreifenden Planungsverbund in Nordrhein-Westfalen. Er umfasst mehr als 200.000 Einwohner auf einer Fläche von insgesamt 480 Quadratkilometer.

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