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Rommerskirchen: Rettungszeiten: Frist wird oft nicht erreicht

Rommerskirchen : Rettungszeiten: Frist wird oft nicht erreicht

Rettungseinsätze in der Gemeinde verfehlten 2015 in bislang zwei Quartalen die 90-Prozent-Marke.

Die neuesten Einsatzzahlen im Rettungswesen für dieses Jahr liegen vor. Bürgermeister Martin Mertens sieht seine schon 2012 geäußerte Prognose bestätigt, "dass die Verlegung der Rettungswache von Neurath nach Frimmersdorf erneut zu einer deutlichen Verschlechterung" führen werde. Der Hilfeerreichungsgrad lag bei 210 Einsätzen nur im zweiten Quartal 2015 mit knapp 90,5 Prozent knapp über dem erforderlichen Wert. Im ersten Quartal gab es 242 Einsätze, wobei nur 87,2 Prozent erreicht wurden. Im dritten Quartal lag die Quote gar bei nur 81,3 Prozent (219 Einsätze). Zur Erläuterung: Der Rettungswagen muss binnen zwölf Minuten am Zielort sein und dies bei mindestens 90 Prozent seiner Einsätze.

Im Rat gab es keine Diskussion. Einstimmig sprachen sich die Politiker für eine von der FDP initiierte Resolution aus, die noch einmal nachdrücklich die Notwendigkeit eines eigenen Rettungswagens für Rommerskirchen betont. Vorab hatte sich CDU-Chef Michael Willmann über den neuen FDP-Fraktionsvorsitzenden Stephan Kunz verärgert gezeigt. Der hatte vor einer Standortdebatte gewarnt, nachdem Willmann jüngst Butzheim als Standort begrüßt hatte. Zugleich verwies er darauf, ursprünglich mit einer Stationierung weiter nördlich gerechnet zu haben. "Die CDU ist überhaupt nicht gegen den Standort Butzheim und wird auch keine Diskussion zu diesem Thema anzetteln", weist Willmann Kunz' Kritik zurück. "Die CDU war und ist zu keinem Zeitpunkt gegen den Rettungswagen und unterstützt daher die Resolution der FDP", sagt Michael Willmann.

Stephan Kunz' Kritik war vor dem Hintergrund der Tatsache zustande gekommen, dass sich zu Jahresbeginn CDU-Vorstandsmitglied Claudia Hambloch im Kreisrettungsausschuss dafür ausgesprochen hatte, eher Anstel als Standort in Betracht zu ziehen.

(S.M.)