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Themen zur Kommunalwah:l Weiterentwicklung von Rommerskirchen: Rettungswagen könnte in Butzheim stehen

Themen zur Kommunalwah:l Weiterentwicklung von Rommerskirchen : Rettungswagen könnte in Butzheim stehen

Das am meisten im Wahlkampf diskutierte Thema ist die rettungsdienstliche Versorgung der Gemeinde. Ein Standort ist bereits berechnet.

Die rettungsdienstliche Versorgung in der Gemeinde muss verbessert werden. Darin sind sich alle fünf bei der Gemeinderatswahl antretenden Parteien einig. Bereits im März 2012 unterschrieben sie eine von SPD-Fraktionschef Martin Mertens in den Gemeinderat eingebrachte Resolution für eine eigene Rettungswache mit Rettungswagen für Rommerskirchen. Alle fünf Parteien befürworten einen eigenen Rettungswagen, nur die CDU macht die Einschränkung: "Wenn die Prüfung der Einsatzzeiten ergibt, dass die Hilfsfrist von zwölf Minuten dauerhaft nicht eingehalten wird", so Michael Willmann, Gemeindeverbandsvorsitzender der Christdemokraten.

90 Prozent sind gefordert, im letzten Quartal 2013 wurden nur 86,1 Prozent für Rommerskirchen erreicht, der Jahresschnitt sank auf 89,9 Prozent. "Auch das sind natürlich nur fast und nicht genau 90 Prozent", sagt Willmann, der jedoch auf die weitere Prüfung durch den Rhein-Kreis verweist. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) hatte ebenfalls auf die Untersuchung verwiesen und einen eigenen Rettungswagen im Moment für "nicht nötig" erachtet.

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"Der Bedarf für einen eigenen Rettungswagen für Rommerskirchen ist vorhanden", sagt Martin Mertens, der ebenso wie Willmann für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. "Angesichts des zweiten, gerade eröffneten Seniorenheims und des absehbaren Abzugs des Rettungswagens von Neurath nach Frimmersdorf brauchen wir als ländliche Kommune diesen Wagen", betont Martin Mertens, der daran erinnert, dass die Dispositionszeit noch zur Frist hinzukomme. Rommerskirchen werde anders als die Stadt Kaarst nicht von nah gelegenen Rettungswachen mitversorgt. Die Verlegung nach Frimmersdorf werde ab Ende 2014 weitere drei bis vier Minuten Fahrtzeit bedeuten.

Die SPD schlägt als einen möglichen Standort die Feuerwache in Nettesheim-Butzheim vor . "Das hat die Gemeinde durchgerechnet", erklärt Mertens die wahrscheinlichere Alternative für den Bau einer Wache. Es bestehe die Chance, mit Dormagen zu kooperieren.

Klar ist die Position von Bündnis 90/Die Grünen: "Wir stehen zu dem Anfang 2012 einstimmig gefassten Ratsbeschluss, dass die Gemeinde einen eigenen Rettungswagen braucht", sagt Fraktionschef Jupp Kirberg. "Die Fristen werden schon jetzt nicht eingehalten und werden sich durch die geplante Verlegung weiter verschlechtern", sagt die UWG-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger. "Wir brauchen entweder einen eigenen Rettungswagen, oder aber die Kooperation mit Dormagen für die Ortsteile von Anstel bis Butzheim muss deutlich verbessert werden", betont sie.

Auch für die FDP ist die bessere rettungsdienstliche Versorgung ein zentraler Punkt ihres Wahlkampfprogramms, so Spitzenkandidatin Marion Teegelbekkers. Dem Kreistagskandidaten Rudolf Wolf fehlt das schlüssige Konzept: "Der Kreis muss endlich die Rohzahlen auf den Tisch legen. Nur so kann man sich wirklich ein zutreffendes Bild von der Situation machen."

(NGZ)