Rettungswache geht in Betrieb

DRK ist Betreiber: Rettungswache geht am 1. Juli termingerecht in Betrieb

Sechseinhalb Jahre nach der Forderung des Rats gibt es bald die erste Rettungswache in der Gemeinde überhaupt.

Wie der Rhein-Kreis Neuss mitteilt, wird die neue Rettungswache des Kreises wie geplant am 1. Juli ihren Betrieb aufnehmen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zufolge wird die Wache mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) als Betreiber dann 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag besetzt sein.

„Wir freuen uns, dass Rommerskirchen damit rettungsdienstlich optimal versorgt ist“, betont der Landrat. „Der Kreis gibt in den nächsten beiden Jahren 1,21 Millionen Euro aus, um die Versorgung in der Gemeinde auf einem sehr hohen Standard zu garantieren.“ Zum Hintergrund: In der Vergangenheit wurden die Menschen in Rommerskirchen von den Standorten Dormagen, Grevenbroich-Kreiskrankenhaus und Grevenbroich-Neurath versorgt. Die Teams fuhren die meisten Einsätze von Neurath aus. Als der Neurather Rettungswagen 2015 in das neue Feuerwehrgerätehaus Frimmersdorf / Neurath verlegt wurde, beschloss der Kreistag einstimmig, einen Rettungswagen in Rommerskirchen zu stationieren. Die Kreispolitiker waren sich einig, dass nur so die Rettungsdienste innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sein könnten. Grünes Licht der Krankenkassen kam indes erst 2016 nach einem vom Kreis beauftragten Gutachten, das die Stationierung eines Rettungswagens  empfahl.

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Das DRK erhielt in diesem Jahr den Zuschlag als Betreiber. Manfred Lenz, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, berichtet, dass in der neuen Rettungswache zehn Leute im Schichtbetrieb im Einsatz sein werden: Jeweils ein Notfallsanitäter oder Rettungsassistent und ein Sanitäter als Fahrer sind rund um die Uhr vor Ort. „Wir sind startbereit“, sagt Lenz. „Doch es können sich gern noch Interessierte bei uns melden, die das Team verstärken wollen.“

Für Bürgermeister Martin Mertens handelt es sich um „eines der wichtigsten Projekte der letzten Jahre.“ Nachdem die vorgeschriebenen Einsatzzeiten vielfach nicht eingehalten wurden, habe nach langem Ringen mit dem Kreis und den Krankenkassen der Durchbruch geschafft werden können, so Mertens, der 2012 maßgeblich auf einen einstimmigen Ratsbeschluss mit dieser Forderung hingewirkt hatte. Fertigstellung und Inbetriebnahme sollen  am Mittwoch, 11.Juli, ab 12 Uhr gebührend gefeiert werden - mit den Bürgern.

(S.M.)