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Rommerskirchen/Neurath: Rettungsdienst schneller vor Ort

Rommerskirchen/Neurath : Rettungsdienst schneller vor Ort

Seit drei Monaten ist ein Rettungswagen in Neurath stationiert, der nach der Probephase laut Landrat Petrauschke dauerhaft im Grevenbroicher Süden stehen soll. Die Einsatzzeiten für Rommerskirchen haben sich verbessert.

Die Einsatzzeiten des Rettungswagens haben sich in Rommerskirchen und im Süden von Grevenbroich wesentlich verbessert, seit im Juli der Rhein-Kreis Neuss probeweise einen Rettungswagen in der Neurather Kraftwerkfeuerwache stationiert hat. Das sagte nun nach dreimonatiger Probephase Landrat Hans-Jürgen Petrauschke: "Der Rettungswagen ist nun schneller in Rommerskirchen - und im Grevenbroicher Süden steht er praktisch vor der Haustür." Für den Chef der Kreisverwaltung steht fest: "Wir werden in Neurath auf Dauer eine zweite Rettungswache einrichten. Damit wird die Versorgung erheblich verbessert."

Mit einer im Rommerskirchener Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Resolution und entschiedenem Nachfassen hatten sich die Ratsmitglieder um Bürgermeister Albert Glöckner beim Landrat dafür eingesetzt, dass die rettungsdienstliche Versorgung in der Gemeinde verbessert wird. Nachdem sogar eine eigene Rettungswache für Rommerskirchen diskutiert worden war, war die Stationierung eines Rettungswagens an der Gemeindegrenze ein auch von den Politikern begrüßter Kompromiss. Im ländlichen Raum muss ein Rettungswagen in 90 Prozent aller Fälle innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort eintreffen. Dieses Ziel wurde nicht immer erreicht.

"Nach der Auswertung der Testbetriebes wissen wir: Bei 130 von 140 Einsätzen lagen wir in Rommerskirchen im Soll. Das heißt: Der Rettungsdienst war in einer Zeit unter zwölf Minuten vor Ort - und zwar in 92,8 Prozent der Fälle", sagt Hans-Joachim Klein, Leiter des Kreisordnungsamtes. Bislang sei in Rommerskirchen eine Quote von 84,9 Prozent erreicht worden.

Wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke erklärte, bleibt der Rettungswagen auch nach der Testphase vorerst in Neurath: "RWE hat uns zugesagt, dass wir die Räume bis Ende 2013 nutzen dürfen", betont Petrauschke: "Ab 2014 braucht die Werkfeuerwehr dann selbst den Platz." Der Landrat hofft darauf, dass die Stadt Grevenbroich bis dahin das neue Feuerwehrgerätehaus für die Löschzüge Frimmersdorf und Neurath fertigstellen wird. Der Kreis wird für den Rettungswagen als Mieter einziehen und so einen Teil der Baukosten decken.

Gemeindesprecher Elmar Gasten will vor einer Stellungnahme erst die vom Kreis übermittelten Daten des Test-Ergebnisses auswerten. SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Mertens bleibt skeptisch: "Wir brauchen eine langfristige Verbesserung, da reicht ein geteilter Rettungswagen, der zwischen Frimmersdorf und Neurath steht, vielleicht nicht aus."

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